<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom">
    <link href="https://www.rockinger.com/fr/promotionartikel/das-rockinger-manual/?sAtom=1" rel="self" type="application/atom+xml" />
    <author>
        <name>Rockinger Guitars</name>
    </author>
    <title>Blog / flux Atom</title>
    <id>https://www.rockinger.com/fr/promotionartikel/das-rockinger-manual/?sRss=1</id>
    <updated>2026-05-05T10:09:10+02:00</updated>
    
        <entry>
            <title type="text">Allgemeines</title>
            <id>https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/allgemeines</id>
            <link href="https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/allgemeines"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Allgemeines
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Werkzeug 
 Was wird man voraussichtlich an Werkzeug, Mobiliar und sonstigem brauchen, um eine Gitarre oder einen Bass zu montieren? Hier eine Liste: 
 
 Arbeitstisch mit weicher Unterlage (z.B. unsere  Moosgummi-Arbeitsmatte ) 
 Plastikhammer oder Eisenhammer plus Unterlegklotz 
 2 Schraubzwingen (am besten diese  Exzenterzwingen ) 
 Klebeband (dünnes Papierband) 
  kleiner Vorstecher  (Körner) 
 Bohrmaschine (wenn es geht mit Bohrständer) 
 1 Satz Bohrer, 1mm bis 10mm in 0,5mm Abstufungen 
 Vernünftiger Holzleim. Z.B.  Franklin Titebond . 
 Lötkolben und Lötzinn 
  Schleifpapier  
 Kombizange 
 Schlitzschraubenzieher in 3 Größen 
  Kreuzschlitzschraubenzieher in 2 Größen  
 Bleistift 
 Lineal 
 Zollstock 
  Flachfeile ,  Sattelsägen  oder  Sattelfeilen  und eine handliche  Feile  für die Sattelbearbeitung. 
 
     Was man nicht unbedingt braucht, sich aber vielleicht doch mal zulegen sollte, wenn man öfter an Gitarren oder Bässen werkelt: 
 Multi-Messgerät. Kostet praktisch nix mehr und ist immer nützlich. Damit kann man Widerstände von Pickups messen, bzw. auch ob Durchgang da ist oder gar nichts mehr rauskommt. Auch Masseverbindungen und sonstige Kontakte lassen sich bestens überprüfen. Wenn der Spannungsbereich einen hohen Eingangswiderstand hat (mind. 1 MOhm) kann man sogar die Polarität von Pickups bestimmen. 
  Stimmgerät:  Gut, wenn&#039;s schnell gehen soll, ansonsten tut&#039;s die  Stimmgabel  (ist auch besser für&#039;s Gehör). 
 Wenn man Durchmesser und sonstiges genau messen will, sollte man sich eine Schieblehre (Messschieber) zulegen. Man kann damit Millimeter und Zehntel-Millimeter ablesen. Das mit den Zehnteln sollte man sich im Werkzeuggeschäft erklären lassen. Da ist nämlich noch so eine zweite Skala mit 10 Strichen und es kommt dann darauf an, welcher der zehn Striche sich beim Messen mit einem von der Ableseskala deckt. Der erste Strich heißt 1 Zehntel, der zweite 2 Zehntel usw. Lässt sich geschrieben schlecht erklären, also am besten den Verkäufer bedrängen. Wenn man&#039;s einmal kapiert hat, ist es kinderleicht. 
 Ebenfalls hilfreich ist auch eine  Mess-Schablone , mit der man die Saitenhöhe prüfen kann. 
 Das Bohren 
 1.) Grundsätzlich sollte man für jede Schraube das Loch vorbohren, also nie die Schraube einfach so in´s Holz würgen. Das gibt nur Ärger und Verdruss. 
 2.) Unbedingt darauf achten, dass das Werkstück (Instrument) auf einer weichen Unterlage liegt (keine Kratzer). Auch beim Festzwingen bitte etwas Weiches zwischen Werkstück und Schraubzwinge legen. 
 3.) Möglichst das Werkstück festsetzen (Schraubzwinge, Schraubstock oder Klemmvorrichtung). 
 4.) Jede Holzschraube hat einen Außendurchmesser und einen Kerndurchmesser. Der Tischler sagt, man muss den Kerndurchmesser vorbohren. Bei Hartholz kann man ruhig etwas großzügiger sein. Hier eine Liste unserer gängigen Schrauben: 
 
 
 
  Schraube  Außendurchmesser  Kerndurchmesser  Empf. Bohrer  
 
 Hals/Neck 
 4,2mm 
 3,1mm 
 3,5mm 
 
 
 Steg/Bridge 
 3,4mm 
 2,5mm 
 3,0mm 
 
 
 Vintage Tremolo 
 3,3mm 
 2,5mm 
 3,0mm 
 
 
 Bass Pickup 
 3,0mm 
 2,2mm 
 2,5mm 
 
 
 Pickguard &quot;Fender&quot; 
 2,9mm 
 2,2mm 
 2,5mm 
 
 
 Pickguard &quot;Gibson&quot; 
 2,2mm 
 1,6mm 
 1,9-2,0mm 
 
 
 Mechanik/Tuner 
 2,2mm 
 1,6mm 
 1,9-2,0mm 
 
 
 
 
 5.) Wenn man was bohrt, die Stelle vorkörnen, dann verläuft der Bohrer nicht. Dazu positioniert man das Teil, was später angeschraubt werden soll, in optimaler Lage und zeichnet die Löcher mit einem gut angespitzten Bleistift durch. Hierbei ergeben sich kleine Kreise, in deren Mittelpunkt man mit dem Körner sticht. Es gibt auch Löcher, die man nicht durchzeichnen kann, dann nimmt man halt zum Ankörnen eine spitze Schraube (die sollte wegen wenig Wackelei fast den gleichen Durchmesser haben, wie das Loch des zu befestigenden Teils). Auf manchen Holz- oder Lackoberflächen kann man schlecht mit dem Bleistift zeichnen. Dann empfiehlt es sich, einfach vorher auf die Stelle dünnes Tesa-Papierband zu kleben. 
 6.) Beim Bohren von Schraubenlöchern ist es wichtig, immer gerade, ruhig und ohne seitliches Spiel zu bohren. Und ganz, ganz wichtig: gute Bohrer, d.h. kein Schund, wo schon mal einer mit inner Wand rumgemurkst hat. Ein Bohrer muss scharf und zentriert sein, d.h. wenn man ihn ins Holz senkt, darf er nicht schlackern, sondern muss sauber laufen und das Holz sauber herausschälen. Am besten sind natürlich neue Bohrer. 
 7.) Bohrtiefe: Die erforderliche Bohrtiefe kann man sich vorher mit dem Zentimetermaß ausmessen und dann um den Bohrer einen Streifen Tesa-Band kleben. Das ist sinnvoll, denn wenn man erstmal irgendwo durch ist, dann ist das eine ziemlich eindeutige Angelegenheit. 
 8.) Wenn man was verbohrt hat, um Gottes Willen nicht zu Streichhölzern oder ähnlichen Schweinereien greifen, sondern das verbohrte Loch größer aufbohren, einen Holzdübel einleimen und dann neu ankörnen und nochmal bohren. 
 9.) Wenn man in lackierte Oberflächen gebohrt hat, sollte man vor dem Einschrauben das Loch etwas ansenken, d.h. die Kante brechen. Sonst kann nämlich beim Einschrauben der Lack splittern. Dazu nimmt der Profi einen sogenannten Senker, man kann aber auch einfach einen Bohrer, der größer als das Bohrloch ist, nehmen und ihn mit der Hand in der Oberkante des Loches drehen. Er schält dann praktisch die Kante weg. 
 10.) Aufbohren von Mechanikenlöchern: Sollte man am besten gar nicht machen. Heutzutage gibt es eh eine Vielzahl von verschiedenen Mechaniken, irgendetwas Passendes findet sich da immer. Falls es doch mal vonnöten ist, macht man das am besten mit einem passenden, dreischneidigen  Senker  und einer Standbohrmaschine. Mehr dazu später unter &quot;Mechaniken&quot;. 
 11.) Manchmal fehlt einem ein bestimmtes Bohrwerkzeug oder sonstwas. Vielleicht hat´s der nahgelegene Tischler. Gegen einen kleinen Obulus für die Kaffeekasse o.ä. helfen die einem eigentlich immer weiter. 
 Das Schrauben 
 1.) Vermurkste Schraubenzieher vermurksen die Schraubenköpfe. Weg damit! 
 2.) Schraubenzieher müssen 100%ig in die Schraubenköpfen passen (kein Spiel), sonst vernudelt man diese. Am besten hat man ein ausreichendes Sortiment von Schlitz- und Kreuzschlitzschraubenziehern parat (mindestens jeweils einen kleinen, einen mittleren und einen großen). 
 3.) Darauf achten, dass das Instrument auf einer weichen Unterlage liegt (keine Kratzer). 
 4.) Möglichst das Werkstück festsetzen (Schraubzwinge, Schraubstock oder Klemmvorrichtung). 
 5.) Jede Schraube freut sich über ein Schmiermittel. Für Gewindeschrauben ist ein Tropfen Öl was Schönes, Holz- bzw. Blechschrauben reibt man vor dem ersten Eindrehen ins Holz an einem Kerzenstummel oder an einem Stück Seife. 
 6.) Wenn es zu schwer geht oder gar zu quietschenden Geräuschen kommt, sofort aufhören, die Schraube wieder herausdrehen und Durchmesser und Tiefe der Vorbohrung prüfen! 
 7.) Viele Teile werden mit mehreren Schrauben befestigt. Meist empfiehlt es sich, all diese Schrauben erst nicht ganz herein zu schrauben. So kann man das Teil gegebenenfalls noch minimal herumrücken. Danach alle Schrauben ganz anziehen. 
 8.) Wenn man kleine Schräubchen anknallt wie ein Berserker, kann es passieren, dass sich der Kopf verabschiedet. Also immer den Rand des Kopfes beachten, wann er anliegt und Druck auf das zu befestigende Teil ausübt. 
 9.) Andersherum können Schraubenköpfe, insbesondere Senkköpfe, wenn sie zu fest angezogen werden, auch Plastikteile zum Bersten bringen. Also auch hier mit ein wenig Gefühl zu Werke gehen. 
 10.) Alle Schrauben müssen für ihren jeweiligen Zweck passen. Wenn das Auge warnt: Diese Schraube könnte zu lang sein und auf der gegenüberliegenden Seite wieder rauskommen, dann unbedingt kontrollieren und im Zweifelsfall die Schraube kürzen. Bei dünnen Schrauben geht das noch mit einem soliden Seitenschneider, ansonsten muss die Eisensäge herhalten. 
 11.) Stegbolzen schraubt man am besten mit einer Münze oder einem großen, passenden Schraubenzieher ein. 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2019-06-26T01:00:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Der Sattel, Einbau und Ausbau</title>
            <id>https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/der-sattel-einbau-und-ausbau</id>
            <link href="https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/der-sattel-einbau-und-ausbau"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            test
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Allgemeines 
 Von Fender-style Sätteln spricht man, wenn der Sattel in einer ausgefrästen Nut im Griffbrett sitzt. Unter Gibson-style Sätteln versteht man die, die vor das Griffbrett gesetzt sind. 
  
 Links: Fender-style / Rechts: Gibson-style 
 
 Ein guter Sattel besteht aus einem harten Material damit die Saite sauber schwingen kann. Außerdem sollen sich die Saiten ja nicht in den Kerben nach unten durcharbeiten. Folgende Sattelmaterialien sind üblich: 
  Knochen:  Der Standard-Knochen ist geblichen (ausgekocht und schneeweiß), es gibt aber auch sogenannte Fettsättel ( Vintage Bone Nuts ), da wurde nix ausgekocht. Die verbliebenen Knochenmarkanteile lassen diese Sättel gilblich schimmern und sorgen für so &#039;ne Art Dauerschmierung. Knochen ist wegen der Sprödigkeit nicht ganz so leicht zu bearbeiten und riecht beim Befeilen auch manchmal etwas unangenehm. 
  Kunststoff:  Nicht zu verwechseln mit Plastik! Es gibt z.B. sehr gute Sättel von Graph Tech. Diese Firma verwendet spezielle Kunststoffe, die sich hervorragend für unseren Einsatzzweck eignen und zudem bereits vorgekerbt sind. 
 Heute nicht mehr so verbreitet, aber immer mal wieder anzutreffen: 
  Messing : sehr haltbar, leere Saiten klingen damit so ähnlich wie gegriffene. 
  Graphit:  die früher üblichen Graphitsättel waren eigentlich aus Ebonol (das ist ein Kunststoff mit Graphitanteil). Schwarz. Sehr einfach zu bearbeiten. Beim Kerben ist man immer schneller unten als man denkt. 
 Für welches Sattelmaterial man sich im Endeffekt entscheidet, ist jedem selbst überlassen, wir favorisieren jedoch &quot;Vintage Bone Nuts&quot;. 
 Nebenbei noch ein kleiner Tipp zur &quot; Sattelschmierung &quot;: Bei uns im Hause hat sich über die Jahre mittelviskoses  Silikonöl  als Optimum herauskristallisiert. Das ist ein Spitzenzeug, was wirklich nur in geringsten Mengen benötigt wird. Aber es ist natürlich auch kein Wundermittel, Voraussetzung ist immer, dass der Sattel vernünftig gekerbt ist. 
 Der Ausbau 
 Wann muss denn überhaupt ein alter Sattel raus? Der einfachste Fall ist der, dass eine oder mehrere Kerben zu tief sind und die Saiten auf dem ersten Bund scheppern. Oder man hat eine Gitarre mit Plastiksattel, da klemmen die Saiten immer so schön in den Kerben (beim Stimmen gibt&#039;s dann dieses unangenehme Knacken). Plastiksattel? Leicht zu testen mit dem Lötkolben. 
  Grundsätzlich:  Wenn man was am Sattel macht, sollte das Instrument fest auf einer Arbeitsfläche liegen, am besten unter Zuhilfenahme zweier Zwingen. Bei Instrumenten mit winklig ansetzender Kopfplatte sollte eine Unterlage unter dem Hals, etwa im Bereich des ersten Bundes, den Hals so hoch unterstützen, dass die Kopfplatte frei schwebt, sich also nicht in ständiger Bruchgefahr befindet. 
 Je nach Sattelform (Gibson-style oder Fender-style) geht man bei der Sattel-Entsorgung wie folgt vor: 
   
  1. Der Gibson-Sattel  ist von der Kopfplatte her gesehen mit Klebstoff an das Griffbrettende angesetzt. Die Klebeflächen sind also Griffbrettende und Sattelunterseite. Meistens befindet sich in diesem Fall direkt am Sattel das kleine Plättchen (Trussrod-Cover), was die Mutter des Halsverstellstabes abdeckt. Dieses ist als erstes loszuschrauben. Dann schnappt man sich den neuen Sattelrohling oder ein Stück Holz, setzt von der Griffbrettseite aus an und stupst ein wenig mit dem Hammer dagegen. 
   
  2. Der Fender-Sattel  sitzt in einer ausgefrästen Nut im Griffbrett. Wenn man hier vorgeht wie unter 1.), haut man sich das ganze Griffbrettende mit weg. Also schlägt man das Ding am besten seitlich raus. Dazu zuerst den Sattel lösen, also von allen Seiten mit einem flachen Gegenstand (Sattelrohling oder Stück Holz) ansetzen und leicht anstoßen. Dann prüft man, ob der neue Sattel in der Stärke dem alten entspricht, setzt ihn seitlich an und haut mit einem festen Schlag dagegen. Manch einer fängt nach dem Lösen des Sattels auch von der Seite aus an, den alten Sattel mit einem flachen Gegenstand herauszuhebeln oder zieht in gar mit einer Kombizange raus. Das geht zwar irgendwie alles, hinterlässt aber meist auch Spuren und ist deshalb nicht unbedingt zu empfehlen. Alles in allem ist das mit diesen Fender-Sätteln eine heikle Angelegenheit. Wollen wir mal hoffen, dass alles klar geht. 
  Achtung:  Oft sind Fender-artige Sättel an der Seite mit einlackiert, d.h. die Lackschicht bedeckt sowohl die Griffbrettseite als auch den Sattel. In so einem Fall muss mit einem spitzen Messer vorher der Lack eingeritzt und vom Sattel entfernt werden. Sonst kann es beim Herausschlagen zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen (splitter weg, reiß aus) und das muss ja nun nicht sein. Auch bei Gibson-Sätteln sollte man diesen Punkt beachten und gegebenenfalls den Lack einritzen. Bei lackierten Griffbrettern ist dafür zu sorgen, dass die Verbindung Lack/Sattel vorher unterbunden wird. Notfalls mit einer feinen Nadelfeile den Lack abtragen, später mit 600er Papier feinschleifen und mit Schleifpaste wieder aufpolieren. 
 Bevor man den neuen Sattel einsetzt, wird die Nut mit einer kleinen Flachfeile oder einem kleinen  Stechbeitel  von Kleberresten o.ä. befreit. 
 Der Einbau 
   
 Wir haben einen Sattelrohling unserer Wahl und einen Hals. Der Rohling muss natürlich breiter als das Griffbrett sein, sonst kann man ihn gleich wegschmeißen. Nehmen wir mal an, er ist 50mm breit und das Griffbrett misst 44mm, dann heißt es absägen und zwar nur soviel, dass man nachher auf 45mm kommt. Den restlichen Millimeter schleift man Zug um Zug weg. 100er Schleifpapier auf ein Stück Holz getackert, da kann man prima drauf rumschruppen. 
   
 Einen Gibson-Sattel kann man einfach immer wieder an&#039;s Griffbrettende anhalten und gucken, ob er schon passt, wobei oben natürlich noch so 3mm überstehen müssen, schließlich sollen da noch die Kerben rein. Bei Fender-Sätteln kann man nur richtig gut gucken, wenn der Rohling in die Nut passt, also erstmal von der flachen Seite soviel wegschleifen, dass er sich korrekt im Schlitz hin- und herrutschen lässt (er darf nicht klemmen, aber auch nicht klackern). Manchmal hat die Nut auch eine Wölbung wie das Griffbrett, dann den Rohling gerade einsetzen, mit einem spitzen Bleistift an der Griffbrettoberseite entlangfahren und so den Radius auf den Sattel übertragen. Sattel wieder raus und mit der Halbrundfeile das überflüssige Material entfernen (Rohling in den Schraubstock spannen, dabei die Schutzbacken nicht vergessen). Wenn man bei der E-Saite draufdrückt, darf er bei der e-Saite nicht hochgehen. Wenn man der Sache näher kommt, vielleicht etwas Schleifleinen um die Halbrundfeile wickeln. 
 Jetzt kann man den Sattel schon mal einsetzen, am besten mit einem dünnen Film Sekundenkleber fixieren und ein bißchen ruhen lassen (wer sichergehen will, kann den Sattel auch mit einer Zwinge festpressen). Schön, wenn sich nachher folgendes Bild ergibt: 
   
 Nun der Satteloberseite schon mal die grobe Form geben, d.h. der Griffbrettwölbung anpassen und auf die ungefähre Höhe bringen. Der Sattel sollte ca. 3mm über das Griffbrett hinausragen, beim Bass darf es auch ein bißchen mehr sein. Den Rest feilen wir runter, wenn die Kerben drin sind. 
 &amp;nbsp; 
    
 &amp;nbsp; 
   Das Kerben   
 Wer keinen unserer Sattelsägen- oder Sattelfeilensätze zur Hand hat, sieht unter Umständen ziemlich alt aus. Also lieber erstmal bestellen. Vielleicht hat man aber auch noch irgendwelche feinen Sägeblätter, Schlüsselfeilen oder sonstigen Gerätschaften zur Hand, dann wird einem folgende Erklärung hilfreich sein. 
  Grundsätzlich:  Ein korrekt gekerbter Sattel hat folgende Merkmale: 
 
 Die Mittellinien der Kerben haben den gleichen Abstand zueinander. 
 Die Kerben sind in der Auflagefläche glatt. 
 Die Kerben sind gerade so breit, dass die Saiten nicht darin festklemmen. 
 Die Saiten liegen nur zur Hälfte ihres Querschnitts in der Kerbe, d.h. jede Kerbe ist halb so tief wie der jeweilige Saitendurchmesser. 
 
  Letzteres (4) gilt nicht unbedingt für eine Gitarre mit Tremolo und hinter dem Sattel angebrachten Sattelklemmer. Drückt man nämlich bei einer solchen das Tremolo ganz herunter, erschlaffen die Saiten total und können womöglich aus der Sattelkerbe abheben und nach dem Zurückkehren des Tremolos neben der Sattelkerbe auf dem Sattel aufliegen. Da kerbt man besser etwas tiefer und feilt die Kerben so zu, wie in der folgenden Skizze: 
   
 Jetzt aber an&#039;s Handwerk. Falls noch nicht geschehen, den Hals erstmal nach bewährter Methode festzwingen. Wer ungestüm arbeitet oder ab und zu jähzornige Anfälle bekommt, sollte die Kopfplatte gut abdecken, bei Kopfplatten mit Decals aber nie direkt abkleben, sonst entfernt man diese beim Abziehen des Klebestreifens. 
 Zuerst sind die Kerben mit einem Bleistift oder feinem Filzstift anzuzeichnen. Falls man einen schwarzen Sattelrohling verwendet, kann man den vorher mit Tippex bestreichen, dann sieht man die Striche besser (schlau, nicht?). Bei der Berechnung der Kerbenabstände gehen wir am besten nach folgender Methode vor. Hier zwei Beispiele: 
  Gitarrenhals  
 Mitte jeder äußeren Kerbe zur Griffbrettkante = 3mm 
 
 Halsbreite am Sattel 41mm 
 zweimal 3mm abziehen = 35mm 
 6 Saiten = 5 Abstände 
 ergo 35:5 = 7mm von Kerbe zu Kerbe   
 
  Basshals  
 Mitte jeder äußeren Kerbe zur Griffbrettkante = 5mm 
 
 Halsbreite am Sattel 40mm 
 zweimal 5mm abziehen = 30mm 
 4 Saiten = 3 Abstände 
 ergo 30:3 = 10mm von Kerbe zu Kerbe 
 
   Nicht gerader Saitenzug , wie z.B. bei einer Paula: Hier wird so markiert, dass die &quot;Kerbenenden&quot; zur Griffbrettseite den gleichen Abstand haben, zur Kopfplattenseite lässt man sie jedoch in Richtung Mechanik abweichen. Sie verlaufen also nicht mehr rechtwinklig zum Sattel, sondern bilden ein Mittel zwischen dem Saitenstück am Kopf und der schwingenden Saite. 
 Die folgende Beschreibung steht für das Kerben mit unseren Sattelsägen. Das Prinzip ist auch bei der Verwendung von Sattelfeilen dasselbe. 
 Man nimmt das dünnste Sägeblatt und zieht über die Markierungen. Säge in beide Hände nehmen (zwischen Daumen, Zeige- und Mittelfinger) und mit sanftem aber bestimmten Druck führen. So erhält man bei jeder Markierung eine Führungskerbe für das spätere endgültige Kerben mit den anderen Sägeblättern. Nun gilt es nämlich, die Kerben auf optimale Tiefe und Breite zu bringen. Hierbei ist noch zu beachten, dass der Winkel der Sattelkerbe etwas größer ist als der, den die Saite nach dem Aufziehen hat. Dadurch liegt die Saite nämlich nur auf dem vorderen Punkt des Sattels, also an der Griffbrettseite auf. Erstens schnarrt die Saite dann nicht im Sattel und zweitens gibt&#039;s bundreinheitsmäßig keine bösen Überraschungen. 
   
 Fangen wir wieder mit der hohen e-Saite an: Das dünnste Sägeblatt zwischen Daumen und Zeigefinger beider Hände nehmen und mit sanftem Druck durch die Kerbe ziehen. Dann das Sägeblatt mit der zahnlosen Seite in die Kerbe und auf den 3. Bund legen. So kann man von der Seite her sehen, wieviel Luft noch zwischen Sägeblatt und 1. Bund ist. Es sollte so wenig sein, dass man gerade noch durchgucken kann, ca. 1/3 Millimeter (beim Bass ca. doppelt so viel). Nun also wieder- wie gehabt- tiefer sägen und dauernd kontrollieren. Vorsicht bei relativ weichen Materialien (Graphit-Ebonol), da ist man ruckzuck unten. Die H-Saite wird ebenfalls mit dem dünnsten Blatt gesägt, Die G-Saite mit dem 0,5er, D-Saite-0,6er/0,7er, A-Saite-0,8er und die E-Saite mit dem 1,0er. Zum Kontrollieren der Tiefe eignet sich aber generell das dünnste Blatt am besten. Im Zweifel lieber etwas früher aufhören und dann notfalls nochmal mit aufgespannten Saiten vorsichtig nachsägen. Die jeweilige Saite zieht man halt kurz zur nächstliegenden Kerbe. 
 
   
   
 
 Unser Sattelsägensatz ist eigentlich konzipiert für 009-010er Sätze. Bei größeren Stärken hat man daher manchmal das Problem, dass die E-Saite etwas breiter gekerbt werden muß, als es das stärkste Sägeblatt zulässt. Ich kerbe in so einem Fall zuerst auf 1mm, nehme dann das 0,4er Sägeblatt als &quot;Abstandshalter&quot; und kerbe parallel dazu mit dem 0,8er Sägeblatt auf insgesamt 1,2mm. Man kann natürlich auch das jeweilige Sägeblatt ein klein wenig verkanten, das aber bitte erst machen, wenn der Sattel auf die endgültige Höhe gefeilt wurde, sonst bricht womöglich noch was weg. 
 Bei der A-und E-Saite kann es vorkommen, dass durch die etwas gröbere Zahnung der Sägeblätter kleine Quer-Riefen in der Sattelkerbe verbleiben. Die entfernt man entweder damit, dass man am Schluß nochmal mit einem dünneren Sägeblatt ganz vorsichtig durchzieht oder man legt feines Schleifpapier um die zahnlose Seite eines dünneren Sägeblattes und geht dann damit noch mal durch. Noch besser ist es, wenn man die Kerbe mit einer Sattelfeile nacharbeitet. 
 Beim  Bass-Sattel-Kerben  (hier die dafür bestens geeigneten  Rundfeilen ) sägt man erst einmal mit einem 1mm breiten Sägeblatt die Kerben auf die richtige Höhe (siehe oben). Dann sucht man sich auf der Rundfeile den für die jeweilige Saite passenden Bereich aus. Mit der Rundfeile kerbt es sich wesentlich langsamer, aber nicht die Geduld verlieren, ein guter Sattel dankt&#039;s einem. 
  Fretless-Sattel:  Hier sollten die Kerben fast bis auf Griffbrettlevel heruntergezogen werden. 
 Nach dem Kerben wird der Sattel äußerlich nachbearbeitet. Eine korrekte  Halbrundfeile  tut hier gute Dienste, um halt die Gesamthöhe runterzuschleifen bzw. um Kanten zu verrunden. Für den Feinschliff legt man ein Stück Schleifpapier (280er bis 320er) um die Feile. Sehr gut dafür geeignet sind auch  Polier-Pads . 
 Ein kleiner Tipp am Rande: da der erste Sattel zu 99% sowieso misslingt, sollte man sich gleich mindestens 2 Rohlinge zulegen. Wenn man&#039;s dann aber erstmal kann, hat das wirklich etwas Erhebendes. 
  Nachtrag:  Wie eingangs erwähnt, werden die hier verwendeten Sattelsägen nicht mehr hergestellt. Das waren Einstrichsägen, die eine ungeschränkte Zahnung hatten (deshalb &quot;Einstrichsägen&quot;) und ursprünglich mal von der Firma Eberle gefertigt wurden. Insbesondere das dünnste Blatt (das hatte 0,35mm Stärke und war blau) ist für diesen Einsatzzweck ungeschlagen, weshalb die Restbestände in unserem Haus wie ein Schatz behütet werden. Falls man so etwas noch irgendwo findet, kann ich nur den Kauf empfehlen. 
  Noch ein Nachtrag:  Heutzutage werden jede Menge Sattelfeilen angeboten. Leider auch ganz viele, die einfach nur Schrott sind. Wer öfter Sättel kerbt, sollte hier auf keinen Fall am falschen Ende sparen. Wir verwenden bevorzugt  diese hier .&amp;nbsp; 
 Klemmsättel/Rollensättel 
 Sollte nur ein erfahrener Reparateur einbauen. Wer eine Handoberfräse hat, kann diese evtl. nehmen (vorher Schablone anfertigen), für alle anderen gilt: mit einer Flachfeile Zehntel um Zehntel herantasten. Bei Klemmsätteln hat man womöglich noch Ärger mit dem Halsstab oder Schwierigkeiten mit der Griffbrettwölbung usw. 
 Bei Rollensätteln ist meist das passende Werkzeug nicht zur Hand und Vorsicht: Der Saitenauflagepunkt ist auf der Mitte der Rolle, d.h., es muss ein wenig vom Griffbrett weggenommen werden, damit der &quot;nullte&quot; Bund wieder an der richtigen Stelle sitzt. 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2019-06-25T01:30:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Mechaniken</title>
            <id>https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/mechaniken</id>
            <link href="https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/mechaniken"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            test
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Allgemeines 
 Grob gesagt bestehen Mechaniken aus einem Gehäuse, einem Schaft zur Saitenaufnahme samt Zahnrad und einem zweiten Schaft, der auf der einen Seite eine Schneckenwelle und auf der anderen einen Drehflügel beherbergt. Montiert werden Mechaniken so, dass das Zahnrad bei aufgespannter Saite gegen die Schneckenwelle gedrückt wird (das ist so &#039;ne Art Hebelgesetz: oben zieht&#039;s und unten drückt&#039;s). Trotz Fettschmierung hat so ein Schneckengetriebe unter der Last der mechanischen Beanspruchung zu leiden, es reibt sich aus, die Funktion wird labberiger und unpräziser, bis das Spiel so groß ist, dass das Stimmen keine Freude mehr macht. Glücklicherweise gibt&#039;s inzwischen auf dem Replacement-Markt nahezu sämtliche Bauformen, auch Replikas längst verendeter Firmen, sodass für jeden das Passende dabeisein sollte. 
 Mechaniken gibt es in Links- oder Rechts-Ausführungen. Als Eselsbrücke mag dienen, dass, wenn die Gitarre vor einem im Ständer steht, alle Mechanikenflügel auf der linken Seite von „Links“- Mechaniken kommen und alle Flügel auf der rechten Seite von „Rechts“-Mechaniken. Eine ganz normale Rechtshänder Strat braucht also 6-Links Mechaniken. 
  
 Mechaniken:  6-Links /   3L/3R /   6-Rechts  
 
 Lock-Mechaniken 
 Bei Lock-Mechaniken wird die Saite im Schaft festgeklemmt, dadurch entfallen die vielen Saitenumwicklungen. Das hat zum einen den Vorteil, dass beim Saitenwechsel nicht immer endlos gekurbelt werden muss und zum anderen wird eine größere Stimmstabilität erreicht, weshalb Tremolisten immer gern auf solche Mechaniken zurückgreifen. Folgende Klemmvorrichtungen sind üblich: 
 1. Mittels einer externen Rändelschraube wird ein Stift im Mechanikenschaft auf- und abbewegt. Dadurch wird die Saite im Schaft arretiert. Lock-Mechaniken von Kluson, Schaller und Sperzel arbeiten nach diesem Prinzip. 
 2. Beim Kluson Lockhead Klemmsystem wird die Saite durch das horizontale Loch im Mechanikenschaft gezogen, bis sie halbwegs straff über den Bünden liegt. Wenn man jetzt den kleinen Zylinder von oben im Uhrzeigersinn mit einer Münze (5 Euro-Cent) festdreht, wird die Saite durch einen kleinen Stift im Schaftinneren in der Querbohrung festgeklemmt. 
 3. Das Magnum Lock-System von Gotoh. Dabei befindet sich über dem Schaft eine Hülse, deren Innengewinde gegenläufig zur Mechanikendrehrichtung ist, d.h., nach einer Vierteldrehung klemmt der Mechanikenschaft - praktisch wie von Geisterhand - die Saite im Durchgangsloch fest und lässt sich danach wie bei einer normalen Mechanik weiterbewegen. Das lässt sich geschrieben ziemlich schlecht erklären, funktioniert aber perfekt und ist zudem auch optisch äußerst dezent.&amp;nbsp; 
 Welche Mechaniken braucht der Mensch? 
 Wer sich neue Mechaniken zulegt, sollte zuerst überprüfen, ob die Mechanikenlöcher in der Kopfplatte den passenden Durchmesser haben. Je nach Bauweise der Mechaniken sind das für Gitarre 8mm oder 10mm und für Bass 12mm, 14mm oder 17mm. In kompetenten Betrieben, wie z.B. bei uns, sind die Durchmesser im Katalog und auf der Website angegeben. Um unnötiger Bastelei aus dem Wege zu gehen, sollte man sich gleich passende Mechaniken aussuchen. Aus irgendwelchen Gründen treten allerdings manchmal folgende Fälle auf: 
 1. Man hat z.B. einen Hals mit 10mm Bohrungen. Und den möchte man jetzt unbedingt mit Kluson-style Tunern bestücken. Deren Steckhülsen sind aber für 8mm Löcher gedacht. Kein Problem, es gibt sogenannte Adapter-Hülsen, die passen in 10mm Löcher. 
 2. Man hat einen z.B. Vintage-Neck, der Mechanikenlöcher von 8mm hat. Hier sollen aber unbedingt Mechaniken drauf, die 10mm benötigen. In diesem Fall sollte man den nächsten Absatz beherzigen.&amp;nbsp; 
 Aufbohren von Mechanikenlöchern 
 Nicht auf den Trichter kommen, Mechanikenlöcher könnte man mit Feile und Raspel um mehrere Millimeter vergrößern. Für solches ist wirklich der begnadete und geübte Handwerker gefragt. Ansonsten hat garantiert kaum jemand als Endresultat genau in einer Linie sitzende Mechaniken. Sowas macht man mit einer Bohrmaschine, am besten mit einer Standbohrmaschine. Ein handelsüblicher Bohrständer tut&#039;s eventuell auch. 
 Jetzt aber um Gottes willen keinen Spiralbohrer nehmen (oder noch schlimmer: Holzbohrer mit Zentrierspitze), damit haut&#039;s einem nämlich mit Sicherheit den Hals um die Ohren. Und selbst wenn man diesen Fall ohne körperlichen Schaden übersteht, ist die einst so schöne Kopfplatte danach garantiert reif für den Sperrmüll. Nein, der gemeine Spiralbohrer ist hier wirklich nicht zu gebrauchen, Mechaniken-Bohrungen vergrößert man mit einem  dreischneidigen Senker  (passender Größe natürlich). Sowas gibt&#039;s natürlich auch bei uns. Kostet leider nicht wenig, aber was soll&#039;s, dieses Teil hält ewig.&amp;nbsp; 
 Bei solchen Arbeiten bitte den Hals mit der langen Seite links vom Körper festspannen. Falls es das Ding doch mal wegreißen sollte, knallt er nämlich dann zuerst hinten gegen den Bohrständer. Leute, die manchmal erst nach dem Einschalten der Bohrmaschine feststellen, dass der Bohrfutterschlüssel noch steckte, sollten sowieso lieber gleich zum Fachmann gehen. 
   Nochmal: Allerhöchste Vorsicht vor Spiralbohrern größeren Durchmessers! Bitte unbedingt den Senker nehmen!!!!!!   
   Ganz davon abgesehen haften wir hier nicht für irgendwelche Schäden.   
   
 Genug gewarnt, wir schreiten zur Tat: Wir haben einen Hals mit altersschwachen Kluson-Tunern und auf den sollen neue Mechaniken drauf. Das Bild verdeutlicht die Situation. 
   
 Alte Mechaniken abgebaut, eventuell zu fest sitzende Einschlaghülsen werden mit einem Werkzeug entsprechenden Durchmessers von hinten nach vorn herausgeschlagen, dann eine Bohrunterlage unter die Kopfplatte gelegt und die entsprechende Bohrtiefe ausgepeilt (ein Bohrständer mit Tiefenanschlag kann hier hilfreich sein). Noch eine kleine Raffinesse am Rande: die meisten neuartigen Gitarrenmechaniken brauchen nur auf der Unterseite eine 10mm Bohrung, oben reichen 8mm. In diesem Falle also nicht komplett auf 10mm aufsenken, sondern nur soviel, dass das Gewindestück des Mechanikengehäuses im Holz verschwinden kann. Den Senker sollte man ab und zu mal zwischkühlen, also einfach ein kleines Glas Wasser bereithalten und eintauchen. 
    
 &amp;nbsp; 
   
 Jetzt sind da leider noch die alten Befestigungslöcher, die erfahrungsgemäß für die neuen Mechaniken nicht zu gebrauchen sind. Die müssen natürlich zugemacht werden, und zwar nicht mit Streichhölzern, sondern wie folgt: Erst werden die Löcher auf 3mm aufgebohrt (ca. 10mm, aber nicht zu tief, sonst kriegt die Kopfplatte unerwünschte Luftlöcher) und dann mit selbstgesägten Dübeln aus 3mm Holzdübelstange und Weißleim zugepfropft. Aufpassen, dass die Holzstückchen nicht zu lang sind (am besten so 8mm), sonst kriegt man sie mit dem Hämmerchen nicht ganz reingeschlagen und muss womöglich noch vorsichtig nachschleifen. Das nervt und birgt unnötige Gefahr! Also: die abgesägten Holzdübel in Weißleim tupfen und in die auf 3mm aufgebohrten Löcher drücken. Schön, wenn&#039;s gleich bündig sitzt. Überflüssiger Leim wird mit einem feuchten Lappen entfernt. 
 Die Montage 
 Jetzt werden aber endlich die neuen Mechaniken montiert. Zum Einschrauben der Gewindehülsen (Unterlegscheiben nicht vergessen) braucht man erstmal die Finger und dann, je nach Bauart, einen 10er oder 11er Schlüssel, mit dem man ganz sanft ans Werk geht. Zuerst sowieso nur ganz leicht anziehen und dann die Mechaniken ausrichten, schön parallel hintereinander. Jetzt werden die Befestigungslöcher vorgebohrt, also vielleicht erst anzeichnen, Mechaniken wieder runter und dann mit einem 2mm Bohrer vorbohren (ca. 10-12mm, je nach Schraube und Dicke der Kopfplatte). Dann wieder rauf mit den Mechaniken, die Mechanikenbefestigungsschräubchen an einem Kerzenstummel oder Stück Seife reiben und dann vorsichtig reinschrauben. Nicht zu fest, denn wenn hier der Kopf abreißt, dann aber danke. Im Zweifel nochmal im Kapitel &quot;Schrauben&quot; nachschlagen. Ganz zum Schluss werden die Gewindehülsen angezogen, aber auch hier bitte nicht zu fest, sonst verzieht sich das Mechanikengehäuse. Bei unserem Beispiel sieht&#039;s am Ende so aus:    
   
 Einige Mechaniken werden nicht mit Gewindehülsen festgeschraubt, sondern erhalten Ihren Sitz durch eine Führungshülse (Einschlaghülse). Diese hat außen eine Riffelung, die dafür sorgen soll, dass die Hülse mit leichtem Druck hereingepresst schön fest sitzen soll. Diese Riffelungen haben leider nicht die absolute Maßhaltigkeit und differieren auch von Serie zu Serie. Wenn sie einen Tick zu dick sind, kann es passieren, dass beim Einschlagen das Holz reißt. Optimal ist, wenn man sie mit einem kräftigen Daumendruck hineinbekommt (notfalls mit dem Gummihammer vorsichtig nachhelfen). Hierbei darauf achten, dass die Hülse nicht verkantet. Merkt man, daß es zu schwer geht, sollte man mit einer Rundfeile den Lochdurchmesser etwas vergrößern.   Es gibt auch Mechaniken, die nur mit einer Gewindehülse festgezogen werden, z.B. Sperzel. Seitliches Drehen wird hier durch einen kleinen Stift verhindert. Am besten schraubt man solche Mechaniken gar nicht erst an, sondern richtet sie nur aus und drückt dann mit dem Daumen leicht auf die Unterseite. So markiert sich der Stift im Holz und man weiß, wo man bohren muss. 
 Was tun wenn... 
 Tja, alle Warnungen wurden in Wind geschlagen und jetzt ist von dieser kleinen, zarten Mechanikenbefestigungsschraube doch der Kopf abgedreht. Da hilft nur noch ein selbstgebautes Werkzeug. Nochmal das letzte Bild anschauen, da liegt es vorn auf dem Senker.   Im Prinzip handelt es sich um ein Metallröhrchen mit einer Innenbohrung von 3mm und einem Außendurchmesser von 5mm, also einer Wandungsstärke von 1mm. Sowas kann man sich als Rohr kaufen oder von einem Feinmechaniker aus dem Vollen drehen lassen. Danach muss man mit einer feinen Schlüsselfeile kleine Zähnchen reinfeilen. Dieses Röhrchen spannt man in die Bohrmaschine und bohrt rings um das steckengebliebene Schraubenende auf. Vorsicht, dabei entsteht brutale Hitze, also das Röhrchen immer und ganz oft zwischenkühlen (Glas Wasser).  So, nun kann das hier entstandene 5mm große Loch mit 5mm-Dübelstange ausgeleimt und dann mit einem 2mm-Bohrer neu gebohrt werden. 
 Die Schraube des Grauens 
 Bei Vintage-Mechanikenbefestigungsschrauben fängt das Gewinde nicht direkt unter dem Kopf an, sondern es befindet sich ein blanker Schaft zwischen Schraubenkopf und Gewindeansatz. Dieser Schaft hat einen größeren Durchmesser als der Kerndurchmesser des Gewindes. Hier sollte man besser 2-stufig vorbohren, einmal für den Kerndurchmesser und oben etwas größer für den Schaftdurchmesser. Bitte keinesfalls versuchen, den Schaft mit Gewalt reinzuschrauben. Das spaltet einem die Kopfplatte. Kein Witz, habe ich alles schon gesehen! 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2019-06-24T00:15:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Der Hals von innen und außen</title>
            <id>https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/der-hals-von-innen-und-aussen</id>
            <link href="https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/der-hals-von-innen-und-aussen"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            test
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Das Griffbrett 
 Auf dem Griffbrett finden wir eine Menge Bundstäbchen (Frets), Markierungen auf dem Griffbrett (Dots oder Inlays) und Markierungen seitlich am Griffbrett (Side Dots). Die Bundstäbchen werden von einer großen Rolle abgekniffen, dem sogenannten Bunddraht, der eben wie anderer Draht auch gezogen und aufgerollt wird. Bunddraht ist ein T-Profil, wobei der waagerechte T-Strich auf dem Griffbrett aufliegt und der senkrechte in einer Nut im Holz sitzt. Damit er richtig fest sitzt, ist der senkrechte Teil mit einer Art Noppen versehen, die sich in&#039;s Holz krallen. Hier ein Bild: 
   
 &amp;nbsp; 
 Mensur und Bünde 
 Die Bundstäbchen sind nach einem ausgeklügelten System auf dem Griffbrett verteilt und genau das soll jetzt mal näher beleuchtet werden: 
 1. Als Mensur bezeichnet man das Maß, auf dem eine nicht gegriffene Saite schwingt, also den Abstand zwischen Sattel und Steg (Fender: 64,7cm, Gibson: 62,9cm, Bässe: meist 86cm).  2. Wenn man eine Saite auf den Bundstab herunterdrückt, verkürzt man die schwingende Saite und der Ton wird höher. Wenn man die schwingende Saite um genau die Hälfte verkürzt (wie das im 12. Bund der Fall ist), erhält man einen genau doppelt so hohen Ton, die Oktave. 
 Meistens haben die Brückchen am Steg je nach Saite unterschiedliche Abstände zum Sattel. Das hängt mit dem Kerndurchmesser der jeweiligen Saite zusammen. Eine Saite mit größerem Kerndurchmesser (bei Gitarren z.B. die G- und die tiefe E-Saite) hat auch eine größere &quot;Steifigkeit&quot;, fängt also erst etwas hinter dem eigentlichen Auflagepunkt an zu schwingen. Deshalb müssen die Brückchen am Steg für diese Saiten auch weiter nach hinten eingestellt werden. Für die Mensurbetrachtung eignet sich daher am besten die Saite mit dem geringsten Kerndurchmesser (bei Gitarren z.B. die hohe E-Saite). 
 Die Berechnung für die Abstände der Bundstäbchen erfolgt mit Hilfe einer Formel, die als &quot;18 Rule&quot; bekannt ist. Unschwer zu erkennen, dass der Zahl 18 hier eine gewisse Bedeutung eingeräumt wird. Wenn man&#039;s etwas genauer haben will, arbeitet man jedoch am besten mit der Zahl 17,817. 
 Wir gehen in folgendem Beispiel von einer 65cm Mensur aus und greifen zum Taschenrechner. Wir teilen 65 durch 17,817 und erhalten 3,6482. Dieses ist genau der Abstand des ersten Bundes vom Sattel. Der wird von 65 abgezogen, ergibt nach Adam Riese 61,3518. Die werden jetzt wieder durch 17,817 geteilt, macht 3,44344. Das ist der Abstand vom ersten bis zum zweiten Bund. Fünf Stellen nach dem Komma kann natürlich keine Sau anzeichnen, geschweige denn sägen, ein bisschen runden darf man schon. Wer allerdings erst den ersten Bundschlitz einsägt und dann von diesem Schlitz ausgeht und den nächsten anzeichnet, wird spätestens am 12. Bund sein blaues Wunder erleben. Von Schlitz zu Schlitz addieren sich die Ungenauigkeiten und nachher kommt vielleicht doch der eine oder andere Millimeter dabei raus. Also immer vom selben Punkt ausgehen, am besten vom Sattel. Dazu muss natürlich für jeden neu errechneten Bund der bisherige Abstand zum Sattel dazugerechnet werden. 
 Bei solchen Berechnungen passieren übrigens die dollsten Dinge, daher ein kleiner Tip: am 12ten Bund muss immer die Hälfte der Mensur rauskommen. 
 Wenn der Abstand von Bund zu Bund gleich A, der jeweilige Abstand des Bundes zum Sattel gleich AS und der zwischen Bund und Bridge gleich AB ist, ergeben sich für eine 65cm Mensur folgende Werte (in cm): 
 
 
 
 
 
 
 
 A1 = 3,6482 
 AS1 = 3,6482 
 AB1 = 61,3518 
 
 
 A2 = 3,4434 
 AS2 = 7,0916 
 AB2 = 57,9084 
 
 
 A3 = 3,2501 
 AS3 = 10,3417 
 AB3 = 54,6583 
 
 
 A4 = 3,0677 
 AS4 = 13,4094 
 AB4 = 51,5906 
 
 
 A5 = 2,8959 
 AS5 = 16,3053 
 AB5 = 48,6947 
 
 
 A6 = 2,7330 
 AS6 = 19,0383 
 AB6 = 45,9617 
 
 
 A7 = 2,5796 
 AS7 = 21,6179 
 AB7 = 43,3821 
 
 
 A8 = 2,4348 
 AS8 = 24,0527 
 AB8 = 40,9473 
 
 
 A9 = 2,2982 
 AS9 = 26,3509 
 AB9 = 38,6491 
 
 
 A10 = 2,1692 
 AS10 = 28,5201 
 AB10 = 36,4799 
 
 
 A11 = 2,0475 
 AS11 = 30,5676 
 AB11 = 34,4324 
 
 
 A12 = 1,9325 
 AS12 = 32,5 
 AB12 = 32,5 
 
 
 A13 = 1,8241 
 AS13 = 34,3242 
 AB13 = 30,6759 
 
 
 A14 = 1,7217 
 AS14 = 36,0459 
 AB14 = 28,9542 
 
 
 A15 = 1,6251 
 AS15 = 37,6710 
 AB15 = 27,3291 
 
 
 A16 = 1,5339 
 AS16 = 39,2049 
 AB16 = 25,7952 
 
 
 A17 = 1,4477 
 AS17 = 40,6526 
 AB17 = 24,3475 
 
 
 A18 = 1,3665 
 AS18 = 42,0190 
 AB18 = 22,9810 
 
 
 A19 = 1,2898 
 AS19 = 43,3089 
 AB19 = 21,6912 
 
 
 A20 = 1,2174 
 AS20 = 44,5263 
 AB20 = 20,4738 
 
 
 A21 = 1,1491 
 AS21 = 45,6754 
 AB21 = 19,3247 
 
 
 A22 = 1,0846 
 AS22 = 46,76 
 AB22 = 18,2401 
 
 
 
 
 
 
 
 Also, wer unbedingt sein Griffbrett selbst schlitzen will, errechnet sich seine Abstände nach dieser Methode, zeichnet immer schön vom Sattel aus an und sägt die Schlitze dann mit einer sogenannten Einstrichsäge (0,6er Blatt). 
 &amp;nbsp; 
 Dots 
 Der erste Dot sitzt am 3. Bund (also zwischen zweitem und drittem Bundstäbchen), dann einer am fünften, siebten, neunten, am zwölften sogar zwei, und am 15ten, 17ten, 19ten und 21ten wieder einer. Manche haben sogar 24 Bünde auf ihrem Griffbrett, da kommen dann auch nochmal 2 Dots hin. Die Side Dots werden genauso verteilt. 
 &amp;nbsp; 
 Der Griffbrettradius 
   
 Die Oberfläche eines Griffbretts ist leicht gewölbt, wie ein Kreisausschnitt. Früher gab es zwei Standards: Fender mit 7,25&quot;-Radius und Gibson mit 12&quot; (&quot; = Zoll, 1 Zoll = 2,54cm). 
   
 Kleinerer Radius = mehr Wölbung = bequemer zu spielen, größerer Radius = weniger Wölbung = nicht so bequem, aber die Saiten liegen insbesondere beim Ziehen nicht so schnell auf. Bei größerem Radius kann man also trotz niedrigerer Saitenlage besser ziehen. So haben viele Seriengitarren (besonders die für flinke Finger) schon Griffbrettradien von ca. 15&quot;. Manche Hersteller machen sich die Vorteile beider Radien zunutze und stellen die Griffbretter mit einem kleinen Radius bei den unteren Bünden und einem großen bei den oberen Bünden her (Compound Radius). 
 &amp;nbsp; 
 Trussrods 
 Auch Halseinstellstäbe genannt, liegen unterhalb des Griffbretts und wirken dem Zug der Saiten entgegen. Die meisten Halse würden sich konkav (nach vorn) verbiegen und unbespielbar werden, wenn man nicht die Möglichkeit der Nachregulierung hätte. Bei älteren Jazzgitarren hat man des öfteren diesen Fall. Hier eine Liste der bei uns erhältlichen  Trussrods . 
 Der klassische Trussrod wurde von einem Mitarbeiter der Firma Gibson entwickelt und besteht aus Rundstahl, der auf der einen Seite durch ein angeschweißtes Querstück fest im Holz eingelassen wird und auf der anderen Seite mittels Mutter gespannt werden kann (die Unterlegscheibe muss natürlich auch im Holz eingelassen sein, oder vor dem Trussrodkanal liegen). Damit das überhaupt funktioniert, muss der Trussrod gebogen im Hals liegen und zwar wie in dieser Zeichnung. 
   
 Dazu wird eine ballige Nut gefräst, Stab rein und dann den Rest der Nut mit einem passigen Holzstreifen ausgeleimt. Dann erst wird das Griffbrett aufgeleimt. Dreht man nun im Uhrzeigersinn die Mutter, so spannt sie über das Gewinde den Stab, der seinerseits von unten gegen den Holzstreifen drückt und damit den Hals nach hinten wölbt (konvex). Nicht wenige behaupten, dass dieser klassische Trussrod für das klangliche Verhalten am besten sein soll, da er Spannung in den Hals bringt und was schwingen soll, muss halt gut gespannt sein.  Der Einbau des klassischen Trussrods setzt eine gewisse Mindestdicke des Halses voraus, extrem dünne Hälse lassen sich mit diesem System nicht produzieren. 
 &amp;nbsp; 
 Doppel-Trussrods 
 Zur Veranschaulichung ein kleines Experiment: wir falten ein Blatt Papier genau in der Mitte und halten die beiden zusammengefalteten Seiten zwischen Daumen und Zeigefinger. Wenn wir jetzt das obere Stück Papier mit dem Zeigefinger nach vorne schieben, zieht es die Falz nach unten.  Nach diesem Prinzip funktioniert der Doppel-Trussrod: zwei Stäbe, die an einem Ende fest miteinander verbunden sind (verschweißt, vernietet) und von denen der eine per Gewinde und Mutter gegen den anderen gespannt wird. Bei den beiden Stäben handelt es sich übrigens um einen Flachstab und einen Rundstab. Eingebaut werden diese Trussrods so, dass der Flachstab oben liegt. 
   
 Für den Einbau des Doppel-Trussrods braucht man lediglich eine gerade Nut, die von oben mit dem aufgeleimten Griffbrett verschlossen wird. Zieht man die Mutter an, so verzieht sich der Doppelstab und biegt den Hals nach hinten (konvex). Die Saiten sind ja bemüht, den Hals konkav (hohl) zu verziehen und dem soll der Doppelstab entgegenwirken. Ist der Stab entspannt, kann man ihn, theoretisch zumindest, aus dem Hals herausziehen. Durch die gerade Nut lassen sich sehr dünne Hälse damit realisieren. 
   
 Dieser Doppel-Trussrod biegt, genau wie der einfache Rundstab, den Hals nur in eine Richtung, entgegen der Saitenspannung. Da Holz aber bekanntlich gerne arbeitet, kann es natürlich, wenn auch selten, passieren, dass sich der Hals im Laufe der Zeit trotz Saitenspannung nach hinten zieht. Dieser Fall ist ziemlich ärgerlich, weil&#039;s halt nur noch scheppert und keine vernünftige Saitenlage mehr einzustellen ist.  Abhilfe kann hier ein Doppel-Doppel-Trussrod (Dual-Action Trussrod) schaffen, der vom Prinzip her wie der Doppel-Trussrod eingebaut wird. Mittels einer Mutter mit Innen- und Außengewinde lassen sich diese Trussrods jedoch in beide Richtungen verstellen. Auch diese Trussrods werden so eingebaut, dass der Flachstab oben liegt.  Außerdem gibt&#039;s noch sogenannte 2-Way-Trussrods, die auf einem Rundstab basieren, der gebogen eingebaut wird. Hierbei wird die Einstellschraube so trickig eingesetzt, dass sie sich zwar noch dreht, aber selbst nicht mehr in Längsrichtung bewegt. Dreht man nun an der Schraube, wird der Rundstab entweder noch mehr gebogen oder aber gespannt. Auch hier kann der Hals also in beide Richtungen verstellt werden. 
 &amp;nbsp; 
 Halseinstellung 
 Wie soll eigentlich der richtige Hals aussehen? Ein guter Ausgangspunkt ist folgender: Ohne Saitenspannung mag er schnurgerade sein, mit Saitenzug sollte man am siebten Bund einen knappen Millimeter Luft zwischen Bundstäbchen und Saite haben (Saite aber für diesen Test am ersten und am letzten Bund auf&#039;s Griffbrett drücken). Diese Luft am siebten Bund soll der Saite Raum zum Ausschwingen geben, d.h., bei einem unter Saitenzug kerzengeraden Hals ist die Gefahr größer, dass die Saiten auf den Bünden scheppern. Sollte der Hals ohne Saitenzug gerade sein, bei Saitenspannung aber zuviel Luft am 7. Bund haben, so ist die Trussrod-Mutter etwas im Uhrzeigersinn anzuziehen, schön mit Gefühl, immer mit höchstens ein Viertel Drehungen an das Endergebnis herantasten. Nun sollten die Saiten relativ flach einstellbar sein, ohne dass sie scheppern. 
  Hierbei spielen natürlich auch noch eine ganze Menge andere Aspekte eine Rolle (Saitenstärke, Anschlag usw.). Man darf also ruhig ein wenig rumprobieren, um das persönliche Optimum aus Halskrümmung und Saitenlage hinzubekommen.  Falls die Saiten trotz korrekter Halseinstellung immer noch scheppern, kann das drei Gründe haben: 
 1. Der Anschlag des Spielers ist so grobmotorisch, dass eh alles zu spät ist.  2. Man versucht eine Saitenlage von einem Viertelmillimeter am 12ten Bund zu erreichen (so eine Art Elch-Test für Gitarren).  3. Einzelne Bundstäbchen entsprechen nicht mehr dem Oberflächenniveau der anderen. 
 Letzterer Fall ist sicher der bitterste. Manchmal hat man Glück und kann einzelne Bundstäbchen noch etwas &quot;nachklopfen&quot; (dabei unbedingt den Hals an der betreffenden Stelle unterfüttern!). Falls das nichts bringt, müssen leider die Bünde abgerichtet und abgeschliffen werden. Dieses ist für den Geübten eine relativ leichte Angelegenheit, aber wer macht sowas schon regelmäßig? 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2019-06-23T00:15:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Bünde abrichten</title>
            <id>https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/buende-abrichten</id>
            <link href="https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/buende-abrichten"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            test
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Grundsätzliches und Vorbereitung 
 Bitte auf keinen Fall sowas ohne Übung an der Lieblingsgitarre vollführen! Lieber zum nächsten Fachbetrieb wetzen und eventuellen Sachschaden vermeiden. Wenn einen dieses Handwerk trotzdem interessiert, übt man am besten an einem Hals, dessen Verlust man notfalls verkraften kann. Hier nun die Anleitung. 
 1.) Eingeschraubte Hälse werden am besten abgeschraubt. So kann man sie leichter festzwingen und bearbeiten.  2.) Die Trussrod-Mutter sollte so angezogen sein, dass der Hals möglichst gerade ist, im Zweifel eher konvex (nach hinten) als konkav. Sowas kann man gut sehen, wenn man in ganz flachem Winkel von der Kopfplatte (quasi gegen den Sattel) über die Bünde peilt. Wenn man den Hals dabei in Richtung Lichtquelle schwenkt, ergibt sich aus den Bundoberflächen eine Art glänzendes Bild, bei dem auch schon Ungleichheiten auffallen können.  3.) Die Gitarre oder den Hals auf dem Arbeitstisch festzwingen (weiche  Unterlage  nicht vergessen). Bestens dafür geeignet sind sogenannte  Exzenterzwingen  aus Buchenholz, die sind schön sanft und vom Handling her einfach ungeschlagen. Beim Anziehen der Zwinge darf sich der Hals keinesfalls verbiegen (höchste Vorsicht bei angewinkelten Kopfplatten), also schön den Kopf unterfüttern und die Zwinge nicht anknallen wie ein Berserker.  4.) Ahorngriffbretter sollte man unbedingt mit Papierklebeband abkleben, beim Abrichten entsteht schließlich feiner Metallschleifstaub und der ist Gift für&#039;s womöglich nur gewachste oder geölte Ahorn. Bei Palisander und Ebenholz gibt es keine Probleme. Man kann den ganzen Siff später wieder mit feiner Stahlwolle wegwischen.  5.) Werkzeug: Man braucht zum ersten eine gerade, massive, feine Feile, und da fängt der Ärger auch schon an. Handelsübliche Feilen sind nämlich extra mit einer ganz sanften S-Form gefertigt, also für unsere Zwecke nicht zu gebrauchen. Alternativen sind Abziehsteine oder ein gerader Holzklotz von ca. 20cm Länge, den man z.B. mit 100er Schleifleinen oder  Schleifpapier  beklebt. Man kann natürlich auch  Radien-Schleifklötze  nehmen. Am besten investiert man jedoch in eine vernünftige  Bundabrichtfeile . So ein Ding hält ewig und lässt sich prima handhaben. 
   
 &amp;nbsp; 
 Das Abrichten 
 So, alle Formalitäten erledigt, Abrichtfeile her! Man fängt beim ersten Bund an, Feilenhieb (siehe Pfeil) in Richtung Korpus, und schrabbelt Richtung Korpus. 
   
 Die Feile übt bereits durch ihr Eigengewicht genügend Druck aus. Man fährt ganz ohne Hektik so 3-4 cm hin und her und arbeitet sich über das ganze Griffbrett, sowohl in der Länge als auch in der Breite. Zwischendurch immer wieder peilen, wo die Feile schon was weggenommen hat und wo noch nicht. Hier gilt der Grundsatz: So wenig wie möglich, so viel wie nötig, also nur solange feilen, bis alle Bünde auf das Niveau des niedrigsten abgetragen wurden. Bei den unteren Bünden kommt man relativ schnell zu Rande, bei den oberen dauert&#039;s etwas länger, da man schließlich auch mehr Material zu befeilen hat. Feilspäne werden mit einer Handbürste entfernt. Wenn man durch ist, ergibt sich für die einzelnen Bundstäbchen ungefähr folgendes Bild: 
   
 Da höchstwahrscheinlich bei jedem Bund eine andere Menge an Material abgetragen wurde, sind die Auflageflächen jetzt natürlich auch unterschiedlich breit. Das sieht nicht nur ätzend aus, sondern ist auch Intonationsmäßig nicht ratsam, schließlich soll der Saitenauflagepunkt in der Mitte des Bundes sein und nicht irgendwo am Rand. Jetzt gilt es also, die Bünde wieder in die ursprüngliche, halbrunde Form zu bringen. Und sowas macht man mit einer Bundfeile. Diese hat einen hohlgekehlten Hieb und ist am Markt in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Ein gutes Allroundmodell ist die  Rockinger Bundfeile . Für Feinarbeiten schwört manch einer allerdings auch auf Diamant Bundfeilen. 
 Mit der Bundfeile fährt man nun über den Bund, aber Vorsicht! Das Areal, was im oberen Bild mit einem Pfeil gekennzeichnet ist, darf nicht berührt werden. Das Oberflächenniveau muss erhalten bleiben, sonst hätten wir uns den ganzen Akt mit dem Abrichten sparen können. Also, wir legen die Bundfeile sanft auf den Bund, legen den Zeigefinger der linken Hand als zusätzliche Führung links daneben und feilen ganz, ganz zart los. Zwischendurch immer gucken wie die Oberfläche aussieht. So arbeiten wir uns nun über den ganzen Bund, bis auf der Oberfläche ein ca. 0,5mm breiter, unangekratzter Streifen verbleibt. Man kann auch noch ganz vorsichtig über die Griffbrettkante gehen, aber nicht in&#039;s Griffbrettholz kratzen! Ein sinniges Hilfsmittel bei der Bearbeitung einzelner Bünde ist übrigens der  Fretboard Guard . Das ist quasi eine kleine Griffbrett-Schutzmaske mit Aussparung für das Bundstäbchen. 
 &amp;nbsp; 
 Feinarbeiten 
 Jetzt sind die Bünde natürlich ganz schartig und kratzig, also auf zum Weichspülgang! Wie immer beim Abtragen von Material gilt der Grundsatz: von Grob zu Fein. Dafür eignet sich ganz hervorragend ein passender Radienschleifklotz, der mit 400er Schleifpapier beklebt ist. Ein anderer Holzklotz tut&#039;s natürlich auch, aber gerade muss er sein. Und nun ganz wichtig: das Schleifpapier darf nicht frisch sein! Also bitte vorab schon mal auf Holz schleifen. So verliert das Korn seine gemeine Griffigkeit und nimmt dem Bunddraht nur noch wenig an Substanz, gerade soviel wie von uns gewünscht! 
 Prinzipiell arbeiten wir hier wie mit der Bundabrichtfeile, wir fangen unten an und wurschteln uns bis oben durch. Auch hier wird man feststellen, dass man bei den unteren Bünden schneller zum Ziel kommt als bei den oberen, die ja näher zusammenliegen und somit mehr Materialdichte aufweisen. Zwischendurch immer wieder mit einem Tuch drüberwischen und kontrollieren. Auch über die Bundkanten sollte man etwas gehen. Wichtig ist auch, dass man nicht nur in Längsrichtung feilt, sondern zum Abschluss auch in Querrichtung. So kriegt man nämlich prima die Längsrillen raus. 
   
 Wenn keine Kratzer mehr zu sehen sind, geht´s mit feinen Schleifmitteln weiter. Wir empfehlen dafür  Schleifleinen  oder  Polierpads  von Micro Mesh. Feinste Stahlwolle (Stärke &quot;000&quot;) geht auch. Sowas gibt&#039;s im Werkzeughandel. Da reißt man sich ein handlanges Stück von ab, knüddelt das ein bißchen zusammen und reibt über die Bünde. So poliert man erstens die matte Oberfläche noch etwas auf und außerdem reibt sich damit der vom Schleifen entstandene Staub und Kotter weg. Also schön kreisend mit der Wolle drüber, auch über die Griffkante, bis alles schmust und glänzt. 
 Eines noch bei Stahlwolle: Vorsicht bei hellen, unlackierten Hölzern. Kommen solche mit Stahlwollenstaub und Handschweiß in Berührung, so gibt es dunkle Flecke, die leider nicht mehr zu entfernen sind. Ahorngriffbretter daher bitte unbedingt vorher abkleben! 
 Der Profi bearbeitet die Bünde zu guter letzt sogar noch mit der Schwabbel, das ist so &#039;ne große, stationäre Poliermaschine. Damit holt man zwar noch ein bißchen mehr Glanz raus, allerdings ist das auch eine recht heikle und nicht ganz ungefährliche Angelegenheit. 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2019-06-22T00:15:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Bundlos glücklich</title>
            <id>https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/bundlos-gluecklich</id>
            <link href="https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/bundlos-gluecklich"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Bundlos glücklich
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Werkzeug 
 Zum Entfernen alter Bünde benötigen wir eine Zange die vorne ganz spitz ist, sich also zwischen Bund und Holz zwingen kann. Professionelle&amp;nbsp; Bundziehzangen &amp;nbsp;haben genau diese bündigen Frontschneiden und verfügen zudem über eine Öffnungsfeder, was das Arbeiten mit ihnen äußerst komfortabel macht. Für den gelegentlichen Bedarf kann man sich ein ähnliches Werkzeug aber auch selbst anfertigen. Dazu braucht man eine billige Zange, einen Schleifbock und ein Glas Wasser. Also, man kauft sich im Baumarkt eine Kneifzange (Bild 2) und schleift diese am Schleifbock solange zu, bis sich Bild 3 (gestrichelte Linie) ergibt. 
 
   
   
   
 
 Durch die Schleiferei am Schleifstein entsteht allerdings ziemliche Hitze, was nun wiederum Einfluß auf die Molekularstruktur des Stahls hat, d.h.: Verlust der Härte und damit stark verkürzte Lebensdauer des Endproduktes. Um dem zu entgehen, sollte man die Zange während des Schleifens immer schön zwischendurch im Wasser kühlen (pschh....). 
 &amp;nbsp; 
    
 &amp;nbsp; 
 Bünde rausziehen 
 Der Bunddraht hat unten beidseitig kleine Noppen, die für festen Sitz sorgen. Fasst man nun mit der präparierten Zange zwischen Griffbrett und Bunddraht, so passiert folgendes: Der Draht hebt sich aus dem Schlitz und die kleinen Noppen reißen tendenziell das Griffbrettholz nach oben auf. 
   
 &amp;nbsp; 
 - Schlitzbreite A, z.B. 0,65mm - Bunddrahtbreite B (ohne Noppen), z.B. 0,5mm - Noppenbreite C, z.B. 0,95mm 
  An diesen Beispielmaßen (durchaus gängige Werte) kann man sehen, dass der Draht unten ohne Noppen gemessen schmaler als der Bundschlitz ist, mit Noppen jedoch breiter. Beim Hereinschlagen oder Pressen seitens des Fabrikanten wird nun das Griffbrettholz an der Schlitzkante deformiert, die Noppen müssen ja irgendwie rein. Holz neigt allerdings dazu, sich wieder in den Urzustand zurückzuversetzen, insbesondere dann, wenn dazu auch noch Feuchtigkeit verfügbar ist. D.h., die Holzzellen quellen wieder in ihre alte Form zurück, besonders gerne bei einem Griffbrett, da hier nicht nur die normal Luftfeuchtigkeit zugegen ist, sondern auch der Schweiß unserer Hände, die beim Spielen für ständige Flüssigkeitszufuhr sorgen. 
 Wie dem auch sei, unser Griffbrett streckt sich nach relativ kurzer Zeit wieder, besonders in dem Bereich, der nun oberhalb der Noppen liegt, sodass diese wieder rundum eingebettet im Holze liegen. Zieht man jetzt den Draht nach oben, so entstehen durch die Noppen kleine Splittereien und Sauereien, gerade bei Ebenholz kann es richtig fies werden. 
 So richtig viel kann man nicht einmal dagegen tun. Ein bißchen hilft allerdings schon die präparierte Zange, die ja den Draht nach oben und das Holz nach unten drückt, zumindest in einem gewissen Bereich. Außerdem werden kleine Splittereien durch den überlappenden Bunddraht darselbst abgedeckt, sind also nach dem Refretting gar nicht mehr zu sehen. Doch es gibt noch eine gute Maßnahme: Zwecks Geschmeidigkeit einfach das Griffbrett 24 Stunden vorher einölen. Gut geeignet ist spezielles  Griffbrettöl , welches sich durch Dünnflüssigkeit auszeichnet. Dies trägt man nicht zu zaghaft mit dem Lappen auf. Wenn es nach einer halben Stunde weggezogen ist, sollte man noch einmal nachölen. 
  24 Stunden warten!  
 Jetzt den Hals schön festspannen und dann versuchen, die präparierten Zangenschneiden zwischen Griffbrettholz und Bunddraht zu zwängen. Zangenbacken auf´s Griffbrett gedrückt, unter den Bund, langsam die Griffe zusammendrücken, der Bund hebt sich heraus. 
 
   
   
 
 Wenn die Schneiden partout nicht drunter wollen, hilft nichts, als brutal seitlich in den Bunddraht zu zwacken, um ihn dann langsam hochzuhebeln. Sobald man einen Zwischenraum zwischen Griffbrett und Bund herausgearbeitet hat, geht es einfacher. Aber sinnig zur Sache gehen, man wird sehen, dass das Holz leicht splittert! Sobald man merkt, dass das Holz mit hochkommt, gleich die Zange direkt darüber ansetzen und, während man mit der Zange auf&#039;s Holz drückt, den Bund hochziehen, die Kräfte gegeneinander wirken lassen. 
 Kleiner Tipp: Hat man den Bund erstmal erwischt und etwas hochgehebelt, so kann man die weitere Hebelei auch mit den Fingern machen und mit der anderen Hand die Zangenbacken auf&#039;s Holz drücken, um den Splittern Einhalt zu gebieten. 
 Im übrigen wird man bei solchen Aktionen sein Lehrgeld bezahlen, d.h., bevor man nicht ein paar Hälse so halbwegs ruiniert hat, sind brauchbare Ergebnisse kaum zu erwarten. Übung macht halt den Meister. 
 &amp;nbsp; 
 Schleifen und Sägen 
 Wir haben alle Bünde herausgezogen. Nun gilt es, das Griffbrett mit  Schleifklotz  und 240er  Schleifpapier  überzuschleifen. 
 
   
   
 
 Erst beim Schleifen treten diese Ausriss-Stellen so richtig gemein hervor. Gleich den Sekundenkleber her, ein, zwei Tropfen reinlaufen lassen und ein Momentchen warten. Übrigens muss es der dünnflüssige sein, keinesfalls Gel. Also, kurz einziehen lassen und dann mit dem Schleifklotz drüber. So ergibt sich quasi selbsttätig eine Schleif-Spachtelmasse, die sich optimal fest in die Splitterritzen setzt. 
 Alles zart übergeschliffen, egalisiert, dicht gemacht usw., kann folgende Situation entstehen: Die Bundschlitze sind erstens auch dicht und zweitens gar nicht mehr tief genug, weil wir so viel von oben abgeschliffen haben. In diesem Fall müssen alle Schlitze ein wenig nachgesägt werden. Das kann man mit einer dünnen Feinsäge machen, die keinesfalls mehr als 0,6mm Schnittbreite haben sollte. Es gibt aber auch spezielle  Bundschlitzsägen , bei denen man sogar die Höchst-Schnitt-Tiefe einstellen kann. 
   
 All diese wenig geschränkten Sägen neigen manchmal zum Klemmen im Sägeschlitz. Notfalls kurz durch einen Kerzenstummel ziehen, etwas Wachs an den Zähnen wirkt Wunder! Beim Sägen auch darauf achten, dass einem die Säge nicht hakt und dann ruckartig zur Seite fetzt. Außerdem die Säge schön gerade führen, damit die Schlitzbreite beibehalten wird. Alles auf eigene Gefahr! 
 &amp;nbsp; 
 Spezielle Griffbretter und ihre Tücken 
 Probleme können lackierte Griffbretter machen. Will man den alten Lack retten, muss dieser vor der Drahtentfernung entlang des Bunddrahtes mit einem scharfen Teppichmesser eingeritzt werden. Na ja, und dann muss man halt bei der Hebelei sehr vorsichtig sein. 
 Ist einem der alte Lack egal, kann eine Neulackierung sinnvoll sein, d.h. Bünde raus, Lack mit dem Schleifklotz abschleifen und danach mit Schnellschliffgrund grundieren. Dann 240er Schliff, Bundschlitze nachsägen, neue Bünde rein und abrichten (Bundkanten nicht vergessen&amp;gt;&amp;gt;nächstes Kapitel). Lackiert wird zum Schluß, und zwar mit Zweikomponenten-Lack (z.B. Polyurethan). Es muss einer mit Härter sein, am besten aus der Fußbodenlack-Ecke. Dieser Lack fließt gut und lässt sich mit dem Pinsel auftragen. Der Crack schleift fein und poliert am Ende mit einer Schwabbel. Da die Fläche jedoch immer durch die Bünde unterbrochen wird, fallen kleinere Unregelmäßigkeiten sowieso kaum auf. Hängt halt alles so ein bißchen von den eigenen Ansprüchen ab. 
 Alles in allem sind Bundierungen von lackierten Griffbrettern eine recht heikle Angelegenheit, man sollte hier unbedingt den Fachmann ranlassen. 
 Äußerste Vorsicht auch bei Griffbrettern mit großen Perlmutteinlagen, z.B. Les Paul Trapezeinlagen. Da steht zwischen Bundschlitz und Perlmutt nur ganz wenig Holz, welches dann um so bereitwilliger hochsplittert. In diesem Fall gleich den Sekundenkleber zur Hand nehmen und die Stückchen wieder anfügen. 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2019-06-21T00:15:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Neue Bünde</title>
            <id>https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/neue-buende</id>
            <link href="https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/neue-buende"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Neue Bünde
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Vorbereitung 
 Das Griffbrett ist soweit klar, der  Bunddraht  gekauft, auf geht&#039;s! Am einfachsten arbeitet es sich mit abgeschraubten Schraubhälsen, logisch. Instrumente mit geleimten oder gar durchgehenden Hälsen sind halt unbequemer zu handhaben, viel Gerücke und Getue, ehe alles richtig zurecht liegt. Den Bunddraht gibt es bei uns in abgepackten Stücken und als Meterware von der Rolle. Er sollte grob vorgelängt sein, ehe man ihn einpresst. Ein solider Seitenschneider besorgt es. Es gibt auch spezielle  Bundzangen , deren Backen vorne bündig sind. Diese sollte man aber für solch grobe Vorarbeiten nicht zwingend nehmen, sondern nur zum bündigen Abknipsen benutzen. Immerhin verkürzt jeder Schnitt die Lebensdauer dieses Werkzeugs! Die in einem früheren Kapitel beschriebene  Bundziehzange  nimmt man keinesfalls, da man sich sonst die Schneide verhunzt. 
 Zum Einpressen fertigt man sich am besten einen Pressstempel aus Plexiglas an, der wie auf folgender Skizze aussieht: 
 
   
   
 
 Der Plexi-Pressstempel (PP) sollte im Zweifelsfall so geformt sein, dass der Bunddraht auf jeden Fall an den Griffbretträndern bündig auf dem Holz aufsitzt. Den mittleren Bereich kann man später noch mit einem anderen PP nachpressen oder zum Bundierhammer greifen. Die haben Schlagköpfe aus Kunststoff und sind zudem rückschlagfrei. Dann federt&#039;s nicht so. Je mehr Übung man hat, umso mehr wird man sowieso dem Hammer frönen. Schön ist auch, wenn man sich seine Standbohrmaschine zur Presse umfunktioniert (siehe nächstes Foto), notfalls tut&#039;s der PP natürlich auch mit einem Bundierhammer als treibende Kraft. 
 Das Einpressen 
 Wir haben den Hals sinnigerweise mit einem Stück Holz unterfüttert, denn die aufgewendete Pressenergie soll den Draht in den Schlitz pressen und nicht den Hals durchbiegen! Also, das erste Stückchen Draht zart in den ersten Schlitz gelegt. Nun fahren wir unter den PP und drücken per Hebel herunter. Das machen wir Bund für Bund, bis alle drin sind. Welch schönes Bild! Es können sich allerdings schnell Schwierigkeiten in Sachen Tischhöhe ergeben; der PP ist zu weit weg oder näher dran als man geplant hatte. Also lieber erst alles richten und dann mit der Presserei beginnen, kein Stress! 
 Alles drin, überstehende Enden abzwacken! Dabei aber den Hals gut festzwingen. Man sieht auf dem nächsten Bild diese  Exzenter-Holzzwinge , davon sollte eine auch den Kopf des Halses im Griff haben. Außerdem sollte die einem zugewandte Griffbrettkante leicht über der Arbeitsplattenkante vorstehen! Wer kein Geld für Spezialwerkzeug ausgeben will, greift zu einem modifizierten Seitenschneider mit bündigen Schneiden. 
 Ran an den Draht, den Schneider sanft gegen die Griffbrettkante gedrückt, und zwack! Achtung! Ich sehe plötzlich so schlecht auf dem einen Auge! 
    Ja, Gefahrenstufe 2, Schutzbrille her.    
 Es ist kein Scherz, denn beim Abzwacken können die Bundenden geschossartige Eigenschaften entwickeln. Schütze Dich! Weiteres Ärgernis: Diese Mistdinger fliegen einem durch die ganze Werkstatt. Es kommt Freude auf, wenn eine feinst lackierte Gitarre mit solch scharfen Enden in Berührung kommt. Also, höchste Vorsicht! Am besten hält man die abzuzwackenden Enden sowieso irgendwie mit der anderen Hand fest. 
   
 Viel besser ist es natürlich, sich für solche Arbeiten mit vernünftigem Werkzeug auszustatten. Es gibt die bereits oben angesprochenen  Bundzangen  mit den vorne bündigen Backen. Die sind nicht billig, da die Backen speziell gehärtet werden müssen, aber wenn man öfter solche Arbeiten durchführt, sollte man hier nicht an der falschen Stelle sparen. Sehr gut ist auch der  Overhang Fret-End Cutter . Das ist eine Bundzange mit einer Art Überbiss. Die obere Backe hat zwei Einbuchtungen für schmale und breite Bünde und presst sich beim Schneiden oben auf die Bünde. Die untere Backe kantet den überstehenden Bundstab dann von unten bündig ab. 
   
 So, den Hals noch mal anders herum festgespannt und die andere Seite abgezwackt; ein gewisses Hochgefühl macht sich beim Ungeübten breit! Jeder Bund wird beschaut und gegebenenfalls nachgeklopft oder nachgepresst. Beim Klopfen von außen nach innen vorgehen, sonst kann es passieren, dass der Bund in der Mitte schön rein geht, sich aber außen hebt. Das nervt, weil er dann in den meisten Fällen federt und womöglich gar nicht mehr zurück will. 
 Fährt man nun mit der Hand über die Bundenden, empfiehlt sich gleich der Griff nach einem Pflaster. Oh Schartigkeit, oh Schärfe! Wir nehmen also eine Feile, am besten eine  Bundabrichtfeile , weil die schön gerade ist, und feilen über die Enden, bis auch ein zarter Hauch Griffbrettkantenholz erwischt wird (bei lackierten Griffbrettern besser etwas früher aufhören). Wichtig ist hierbei der Winkel von ca. 35 Grad, man sollte keinesfalls flacher werden, da sich sonst die bespielbare Griffbrettbreite zu sehr verringert. Man hört auch am Sound der Feile, wenn die Holzberührung erfolgt. Vorsicht beim Schrägen im Bereich des Sattels. Gern haut man diesen mit der massiven Feile kaputt! Professionelle Betriebe arbeiten übrigens mit  Bundenden-Abrichtfeilen . Da ist die Feile winklig im einem Feilenhalter montiert der aus einem extrem gleitfähigen Spezialkunststoff besteht und sich daher schön leicht und sahnig über die Bundstäbchen bewegt. Diese Feilen garantieren einen einheitlichen Kantenwinkel und es geht natürlich viel schneller. 
   
 &amp;nbsp; 
    
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp;Zur weiteren Verrichtung verweisen wir auf die Kapitel Bünde abrichten und dergleichen. 
 Bünde und Binding 
 Was tun, wenn das Griffbrett eingefasst ist? Wie man die Bünde raus macht, hatten wir ja hinreichend beschrieben. Holen wir uns also einen raus und reproduzieren ihn. Hier gibt es nun zweierlei Möglichkeiten, die dritte wollen wir lieber gleich ablehnen: nämlich die Schlitze einfach durch das Binding hindurch zu sägen und die Bünde dann wie bei einem nicht eingefassten Hals einsetzen. Sauerei, Pfusch, Haftstrafen bis zu zwei Jahren! 
   
 Die Bundstäbe sitzen zwischen dem Binding, d.h. das Binding war ursprünglich höher als die Griffbrettoberkante und wurde dann mit einer Ziehklinge auf Griffbrettlevel heruntergeschabt. Kein Witz! So macht man das, und es geht eigentlich ganz einfach. 
 Man könnte also versuchen, jeden neuen Bund am Schleifstein so zurecht zu schleifen, dass er genau wieder ins Griffbrett zwischen die Bindings passt. Wer sich das zutraut und viel Zeit hat, möge es tun. Die gängige Art eingefasste Hälse neu zu bebunden, ist jedoch folgende: nach dem Entfernen der Bünde schleift man das Binding auf Griffbrettlevel runter, diese kleinen Binding-Huckel werden also weggeschliffen. Dann ist jeder neue Bund so vorzubereiten wie auf nachfolgender Skizze. 
   
 Damit der Bund über das Binding lappen kann, muss man den unteren Teil auf ca. 3 mm entfernen. Für Vielbundierer lohnt sich dafür allemal die Anschaffung des  Fret-Tang-Cutters , einer Spezialzange, mit der man diese Arbeit auf das Schnellste bewerkstelligen kann. Ein elektrischer Schleifbock tut&#039;s allerdings auch. Dabei aber immer das Glas Wasser daneben stehen haben! Erstaunlich, wie heiß das Neusilber werden kann, obwohl man nur so wenig Material wegnimmt. Ein schwarzer Filzschreiber sollte auch zur Hand sein. Man schleift immer an einer Seite weg, hält den Bund ins Griffbrett und markiert von oben, wie weit auf der anderen Seite das Unterteil entfernt werden muss. Getreu der alten Devise: So wenig wie möglich, so viel wie nötig! 
 Noch ein kleiner Tipp am Rande: Bindingmaterial ist oft aus Zelluloid. Wenn man dieses in kleinste Schnippelchen zerkleinert oder gar beim Binden die Späne, die man mit der Ziehklinge abschabt, in ein Glas mit etwas Aceton gibt, erhält man einen hervorragenden Bindingkleber. Aceton löst das Zelluloid auf und es ergibt sich eine dickflüssige Creme, die bestens klebt. Achtung, das Glas muss gut verschlossen werden, weil Aceton sonst schnellstens verdunstet. 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2019-06-20T00:15:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Elektrik für Jedermann - Grundlagen</title>
            <id>https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/elektrik-fuer-jedermann-grundlagen</id>
            <link href="https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/elektrik-fuer-jedermann-grundlagen"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Elektrik für Jedermann - Grundlagen
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Grundsätzliches 
 Im Zusammenhang mit Elektrik haben die meisten sicherlich schon von den Begriffen „Schaltkreis&quot; bzw. „Stromkreis&quot; gehört, Voraussetzung für eine elektrische Schaltung ist also ein geschlossener Ring, in dem der Strom fließen kann. 
 Das Herzstück der elektrischen Gitarre bildet dabei der Pickup, der in seiner einfachsten Form, nämlich als Singlecoil, einen Spulenanfang und ein Spulenende hat. Zwischen diesen beiden Anschlüssen wird eine Spannung induziert (man kann auch sagen „erzeugt&quot;), die in ihrer Form der Saitenschwingung weitestgehend entspricht. Diese Spannung gilt es nun zu verstärken und dann in entsprechend kräftiger Ausführung an einen Lautsprecher weiterzugeben. Damit so eine elektrische Gitarre also überhaupt funktioniert, muss eine durchgehende zweiadrige Verbindung zwischen Pickup und Verstärker bestehen, sonst kann schließlich kein Stromkreis entstehen. 
 Die eine Verbindung hat man sinnigerweise „elektrisch&quot; definiert, man bezeichnet sie als Masse (manchmal auch als „Minus&quot;, obwohl das so nicht stimmt). Und ähnlich dem Meeresspiegel, der einer geographischen Höhengabe als Grundlage dient, ist auch die Masse in elektrischen Schaltungen der Punkt, auf den sich alle anderen Punkte beziehen. Sie ist praktisch der ruhende Pol, der Ort, an dem definitiv „Null Volt&quot; sind. Und damit das in einem Stromkreis auch garantiert so ist, sind alle Masseanschlüsse direkt miteinander verbunden. 
 Da sich somit auf der Masseleitung praktisch nix abspielt, bezeichnet man die andere Verbindung dann auch gern als „heiß&quot; (oder „Plus&quot;), schließlich herrscht hier das pralle Leben. Für unsere elektrische Gitarre gilt also: 
 1.) Der Masseanschluss der Gitarre muss mit dem Masseanschluss des Verstärkers verbunden sein. 
 2.) Der „heiße&quot; Anschluss der Gitarre muss mit dem „heißen&quot; Anschluss des Verstärkers verbunden sein. 
 Da Masseverbindungen generell direkt sind, finden demzufolge sämtliche Regelfunktionen (Lautstärke, Umschaltung und Klang) in der „heißen&quot; Verbindung statt. Vereinfacht gesagt ist also der „heiße&quot; Leiter derjenige, der unser Tonsignal überträgt. 
  
 Bild 1: Zeichen, die in Schaltplänen für Masse verwendet werden. 
 
 Wenn man einen Pickup als SpannungsQUELLE betrachtet, kann man sich das als Laie eventuell auch so vorstellen: Der Spulenanfang des Pickups ist auf Höhe „Null&quot; und aus dem Spulenende oben auf dem Berg quillt das Wasser und versucht bergabwärts zu fließen. Und zwischendurch stehen unsere Potis und Schalter und leiten den Bach um oder stauen ihn. Na ja, so ähnlich ist es jedenfalls. 
 Masse und Abschirmung 
 Der elektrische Strom hat eine interessante Eigenart: er ist um einen sofortigen Spannungsausgleich zwischen beiden Polen bemüht, d.h., sobald er irgendwo herausquillt, hat er quasi das Bestreben sich auf kürzestem Weg wieder in eine Art Ruhezustand zu begeben (geradezu menschlich, unser Strom). Und da die Masse diesen ruhenden Pol darstellt, kann man sie prima für das benutzen, was man gemeinhin als Abschirmung bezeichnet. Schließlich schwirren in der Luft diverse, durch Transformatoren oder Lichtquellen ausgesandte, „elektrische&quot; Verschmutzungen herum, die liebend gern unsere „heißen&quot; Leiter befallen, sich mit dem Tonsignal vermengen und dann als störendes Brummen oder Sirren aus dem Lautsprecher ertönen. Es gilt also, möglichst alle „heißen&quot; Leitungen mit einem elektrisch leitfähigen Schutzmantel zu umgeben, der dann an Masse gelegt wird, damit die unerwünschten Signale sofort „auf Masse abfließen&quot;, also wieder ihre Ruheposition einnehmen bevor sie irgendwelches Unheil anrichten können. 
 Für die Verdrahtung einer elektrischen Gitarre hat das zur Folge, dass man am besten alles, was sich irgendwie zur Abschirmung eignet, mit Masse verbindet. Ein gutes Beispiel dafür sind die Metallgehäuse der Potentiometer, die, auf Masse gelegt, das Poti-Innenleben gegen unerwünschte Einstreuungen abschirmen. Am einfachsten ist es hier, einen  blanken Draht  von Potigehäuse zu Potigehäuse zu löten. Wem ein blanker Draht wegen der Kurzschlussgefahr zu heikel ist, der nimmt einen mit Isolierung. Gut eignet sich  einadrige Litze , also eine Leitung, die aus vielen kleinen miteinander verdrillten Drähten besteht. Die ist flexibel und lässt sich hervorragend verarbeiten. 
 
  
 Bild 2: Masseverbindungen mittels einzelner Drähte 
 
  
 Bild 3: Masseverbindung mittels leitender Metallplatte 
 
 
 Eine andere Methode ist die Verwendung einer Metallplatte (z.B. Controlplate einer Tele oder „Potiplatte&quot; im E-Fach einer Paula) oder einer unter das Pickguard geklebten Alu-, Kupfer-, oder  Abschirmfolie . Durch die Verschraubung der Potis mit der Masseplatte bzw. mit dem Pickguard werden dann alle Potigehäuse untereinander verbunden. Auch die Masseverbindung zur Ausgangsbuchse kann natürlich auf diese Weise erfolgen, ich rate jedoch dringend zur „Drahtmethode&quot;. Sollte sich nämlich aus irgendwelchen Gründen die Verschraubung der Ausgangsbuchse lösen, hat man unter Umständen nur eine schlechte oder womöglich gar keine Masseverbindung mehr. Krachen, Brummen oder absolute Stille sind die böse Folge. 
 Bei einer elektrischen Gitarre ist eine dauerhafte und stabile Innenverdrahtung Grundvoraussetzung für ungetrübten Hörgenuss. Und die beste Verbindung ist immer noch der gelötete Draht. Ganz davon abgesehen ist es einfach eine Erfüllung, wenn sich sauber verlötete Leitungen im Elektrofach umherschlängeln. 
 Es gibt noch eine weitere wichtige Masseverbindung, nämlich die Saitenerdung. Da wir beim Spielen ganz zwangsläufig in Kontakt mit den Saiten kommen, wirkt unser Körper (der ja sozusagen als riesiger Wasserhaushalt auch äußerst leitfähig ist) so ganz nebenbei als zusätzliche Abschirmung. Jeder hat das sicherlich schon selbst erlebt: man nimmt die Hände von den Saiten und es brummt ganz fürchterlich, kaum berührt man die Saiten wird&#039;s ruhig. Die Saitenerdung ist gerade bei passiven (also hochohmigen) Pickups unerlässlich, bei aktiven, niederohmigen Pickups dagegen kann man sie weglassen, doch dazu später mehr. 
 Die Saitenerdung besteht meist aus einem Draht, der von einem auf Masse gelegten Potigehäuse unter den Steg geführt wird. Eine Verbindung entsteht dann dadurch, dass der Steg auf diesen Draht gepresst wird (dazu muss der Draht an dieser Stelle natürlich blank sein). Man kann ihn aber auch, wie z.B. bei einer Strat, durch einen Kanal in die Tremolofeder-Fräsung legen und dort ans Federblech löten. Bei Gitarren mit Steg/Saitenhalter Kombination (z.B. Les Paul), wird der Massedraht durch einen Kanal unter die Einschlaghülsen des Tailpieces gelegt und gerät dann natürlich beim Einpressen derselben auch mit ihnen in Kontakt. Bei Gitarren mit Topmount-Tremolos (Duesenberg, Bigsby) wird der Massedraht durch einen Kanal in Richtung Gurtpin geführt und dort unter die Zargenbefestigungsplatte gelegt. 
 Pickups 
 Für die Funktion des EINZELNEN Pickups ist es völlig unerheblich, welches Wicklungsende an Masse gelegt wird. Falls möglich nimmt man jedoch den Draht, der aus dem inneren der Spule kommt als heißen Anschluss, damit die äußeren Wicklungen, deren Ende ja dann auf Masse gelegt wird, gleichzeitig als Abschirmung dienen. Bei Strat- oder Tele-Pickups ist es allerdings meist umgekehrt, da liegt der innere Draht auf Masse. Sollte nämlich beim Wickeln der Spule, die ja bei solchen Pickups direkt auf den Magneten liegt, die Spulenisolation beschädigt werden, haben die inneren Wicklungen Kontakt zu den Magneten. Kommt man nun beim Spielen mit einer Saite auf den Magneten, schließt man den „heißen&quot; Anschluss der Spule damit über die Saitenerdung auf Masse, d.h.das Signal schließt sich bereits in der Gitarre kurz und der arme Verstärker guckt in die Röhre. 
 Manchmal erhält man durch die Farben, die bei Anschlussdrähten verwendet werden, einen ganz guten Anhaltspunkt welches Kabel auf Masse geht und welches heiß ist. Im allgemeinen ist das Massekabel nämlich schwarz und das heiße Kabel entweder weiß, gelb oder rot. Das gilt allerdings nur für Singlecoils, bei Humbuckern werden fast immer alle Spulenanschlüsse herausgeführt und es gibt leider keine allgemeingültige Norm, d.h., nahezu alle Hersteller verwenden einen unterschiedlichen Farbcode. Na ja, meist liegt ja ein Anschlussplan dabei. 
 Einfach zu durchschauen sind alte Gibson-Humbucker bzw. klassische PAF-Replikas, bei denen nur ein einzelnes Koaxialkabel aus dem Gehäuse herausgeführt wird. Das geflochtene Äußere des Koaxialkabels wird generell auf Masse gelegt, während das innere Kabel (die „Seele&quot;) den heißen Anschluss darstellt. 
  
 Bild 4: Koaxialkabel, dessen Geflecht auf&#039;s Potigehäuse gelötet ist. 
 
 Meistens findet man Anschlusskabel mit blankem Abschirmgeflecht sowie 2- bzw. 4 „Seelen&quot;. Auch hier wird das Geflecht generell auf Masse gelegt. Manchmal ist sogar zusätzlich noch ein blanker Innenleiter vorhanden. Auch der gehört im Zweifel an Masse. Wer mehr über den Farbcode von Pickups wissen will und auch wie man Phasenschweinereien bei Zusammenschaltung von Pickups verschiedener Hersteller vermeidet, schaut auf unserer Website unter &quot; Alles über Pickups &quot; nach. 
 Sonderfall „aktive Pickups&quot; 
 In der Elektronik bezeichnet man eine Schaltung immer dann als aktiv, wenn dem Ursprungssignal auch etwas hinzugefügt werden kann. Allerdings braucht man dazu immer eine zusätzliche Energiequelle (z.B. Batterie), von nix kommt schließlich nix. Einer passiven Schaltung dagegen kann man nur etwas entziehen. 
 Die meisten Gitarrenpickups sind passiv, die Spannung wird also allein durch das Zusammenwirken von Magnet, Spule und Saitenschwingung erzeugt. Demzufolge nehmen die Regelelemente einem solchen Signal nur etwas weg, so kappt der Tonregler beispielsweise nur die Höhen, er hebt nicht die Bässe an. 
 Damit aus passiven Pickups überhaupt ein verwertbares Signal herauskommt, braucht man starke Magnete und vor allem viele Spulenwicklungen, man spricht dann von hochohmigen Pickups (ca. ab 4 kOhm aufwärts). So eine Spule hat jedoch die unangenehme Eigenschaft, dass sie mit steigender Wicklungszahl zunehmend wie eine Antenne wirkt, sich also liebend gerne irgendwelche Einstreuungen einfängt. Bei Gitarren mit passiven Pickups ist es daher meist unerlässlich auf die abschirmende Wirkung unseres Körpers zu setzen, sprich die Saiten zu erden. 
 Ein aktiver Pickup dagegen kommt mit relativ wenig Windungen aus, man spricht von niederohmigen Pickups (maximal 2 kOhm). Sein schwaches Ausgangssignal wird mittels batteriebetriebenem Vorverstärker auf das erforderliche Maß angehoben. Solche Pickups sind natürlich weitaus weniger anfällig gegen Einstreuungen, man kann deshalb getrost auf die Saitenerdung verzichten. 
 Nun findet man in der Literatur häufig den Hinweis, dass man sich über die Saitenerdung einen womöglich tödlichen Stromschlag holen kann. Dieses setzt aber zwei gleichzeitig auftretende Fehler am Equipment voraus: 
 1.) Der Schutzleiteranschluss des Verstärkers hat sich gelöst, die Masse und damit auch die Saitenerdung haben keinen Kontakt mehr zum Schutzleiter in der Steckdose. 
 2.) Innerhalb des Verstärkers liegen z.B. 220 Volt am Masseanschluss und damit auch an den Saiten. 
 Es kann allerdings auch auch vorkommen, dass mit dem eigenen Verstärker alles in Ordung ist, jedoch an einem anderen berührbaren Teil (z.B. Mikrofon) 220 Volt anliegen (das setzt dann beide oben beschriebenen Fehler bei der Gesangsanlage voraus). Na ja, passieren kann irgendwie immer was, wer ganz auf Nummer Sicher gehen will, fährt seinen Amp halt über eine dieser käuflichen FI-Schutzschalter-Steckdosen. Ich persönlich finde, dass es völlig unsinnig ist, nur aus diesem Grund aktive Pickups einzubauen. Wer mit vernünftig gewartetem Equipment arbeitet, braucht sich auch keine Sorgen zu machen. 
 Bei dieser Gelegenheit möchte ich jedoch nochmal darauf hinweisen, dass es eine absolute Unsitte ist, den Schutzleiteranschluss am Netzkabel seines Amps mit Gaffa abzukleben. Wer sowas macht, bittet förmlich um Schläge und darf sich dementsprechend auch nicht wundern, wenn er mal einen gesemmelt kriegt. 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2019-06-19T00:15:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Elektrik für Jedermann - Schalter</title>
            <id>https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/elektrik-fuer-jedermann-schalter</id>
            <link href="https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/elektrik-fuer-jedermann-schalter"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Elektrik für Jedermann - Schalter
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Minischalter 
 Bei Schaltern unterscheidet man grundsätzlich erstmal zwischen Ein/Aus-Schaltern (ON/OFF) und Umschaltern. 
  
 Bild 1: Schaltzustände von Ein/Aus- bzw. Umschaltern 
 
 Anhand der Skizze kann man hoffentlich sehen, dass der ON/OFF-Schalter lediglich den Kontakt zwischen zwei Anschlusspolen unterbricht, während der ON/ON-Umschalter den mittleren Anschluss (Pin) wahlweise mit einem der beiden äußeren Pins verbindet. In englischsprachigen Büchern wird letzterer auch als SPDT-Schalter bezeichnet. SP steht dabei für „Single Pole&quot; und DT für „Double Throw&quot;. Throw heißt soviel wie „Durchgang&quot;, frei übersetzt hieße ein SPDT-Schalter also „einpoliger Schalter mit zweifachem Durchgang&quot;, der übliche deutsche Ausdruck lautet jedoch „einpoliger Umschalter&quot;. Der Ur-ON/OFF-Schalter mit seinen zwei Anschlusspins kommt in freier Wildbahn praktisch nicht vor, man findet fast ausschließlich Umschalter, die ja, wenn man den dritten Pin nicht belegt, auch als ON/OFF-Schalter funktionieren. Aus diesem Grunde werden diese ON/ON-Umschalter auch manchmal mit dem erklärenden Zusatz „ON/OFF&quot; ausgestattet, obwohl das genaugenommen so nicht stimmt. 
 Einen Schalter mit zwei parallel geschalteten SPDT Anschluss-Reihen nennt man DP (Dual Pole), oder eben 2-poliger Umschalter. Bisweilen spricht man in solchen Fällen auch von Schaltern mit 2 EBENEN. 
 Minischalter mit 3 möglichen Schalt-Positionen (TT-Triple Throws) sind in der Zwischenstellung (Mittelstellung) entweder „aktiv&quot; (ON/ON/ON), also mit Verbindung zu einem der anderen Pole, oder „passiv&quot; (ON/OFF/ON), also ohne Verbindung zu einem der anderen Pole. 
  
 Bild 2: Schaltzustände der gängigen Minischalter 
 
 Push- &amp;amp; Push/Push-Potis 
 Das sind Potis, die unter dem Potigehäuse einen 2-poligen Umschalter (ON/OFF) beherbergen. Beim Push-Poti (manchmal auch Push/Pull-Poti genannt) wird die Schaltfunktion durch Herausziehen bzw Hereindrücken der Potiachse ausgeübt. Beim Push/Push-Poti wird die Schaltfunktion durch leichten Druck auf die Potiachse ausgeführt. Also: einmal drücken - Schalter ON, nochmal drücken - Schalter OFF. Letzteres schaltet natürlich etwas flinker, da man nur mal eben mit der Handfläche auf den Potiknopf hauen muß, anstatt diesen erst umständlich herauszuziehen (womöglich auch noch mit schwitzenden Fingern). Bei beiden Potis ist die Schaltstellung sichtbar, d.h., die Potiachse ragt im geschalteten Zustand etwas weiter heraus. 
  
 Bild 3: Schaltzustände eines Push-Potis 
 
 Pickupwahlschalter 
 Wie bereits erläutert, ist unsere Masseleitung durchgehend, es müssen also nur die heißen Leiter der Pickups geschaltet werden. Wollen wir bei Gitarren mit 2 Pickups dafür einen Minischalter verwenden, ist jener mit „aktiver&quot; Mittelstellung (ON/ON/ON) der einzig brauchbare, schließlich wollen wir nicht nur jeden Pickup einzeln betreiben, sondern auch beide parallel. 
  
 Bild 4: Pickupumschaltung mittels Minischalter 
 
 Das gleiche Ergebnis erhält man mit einem Gibson-mäßigen Toggle-Switch. Rein technisch besteht dieser jedoch aus zwei parallel laufenden ON/OFF-Schaltern, die sich folgendermaßen verhalten: 
  
 Bild 5: Schaltzustände beim „Toggle-Switch 
 
 Der „Toggle-Switch&quot; hat also vier Anschlüsse, von denen zwei zusammgelötet werden müssen, damit ein gemeinsamer Ausgangspol entsteht. Die beiden anderen Anschlüsse werden mit jeweils einem Pickup verbunden. Meist haben „Toggle-Switche&quot; auch noch eine fünfte Lötöse, die aber mit der Schaltfunktion nichts zu tun hat, sondern als Masseanschluss dient. 
  
 Bild 6: Vorder- und Rückansicht eines 3-Way-Switches 
 
 Der Fender 3- &amp;amp; 5-Way-Switch ist etwas komplizierter aufgebaut, er besteht aus zwei parallel-laufenden Dreifach-Umschaltern, d.h., zwei elektrisch voneinander getrennten 3-fach-Umschaltern, die gleichzeitig geschaltet werden. Wie bereits erwähnt spricht man in diesem Fall von zwei EBENEN. Für die Verdrahtung einer Gitarre mit 3 Pickups, z.B. einer Strat, reicht eine Schalterebene jedoch völlig aus. 
  
 Bild 7: Schaltzustände beim 5-Way-Switch 
 
 Bei Gitarren mit 2 Pickups (z.B. Tele) kommt man mit nur einer Ebene allerdings ins kurze Gras, man kann nämlich nicht beide Pickups gleichzeitig aktivieren. Diese Aufgabe übernimmt dann die zweite Ebene. Eigentlich ist es mir immer noch ein Rätsel, weshalb Fender den Pickupschalter einer Strat komplizierter verlötet als es nötig wäre, es reicht definitiv EINE SCHALTEREBENE. Allerdings braucht man dann für Hals- und Mittelpickup je einen Tonkondensator (die Originalschaltung kommt mit einem gemeinsamen Kondensator aus, der über die 2. Ebene geschaltet wird). Vermutlich wurde früher, als die Strat noch mit einem 3-Way-Switch bestückt wurde, aus logistischen Gründen der gleiche Schalter für Strat und Tele genommen und damit diese Überdimensionierung überhaupt Sinn macht, wurde halt durch komplexere Schaltung der 2. Tonkondensator wegrationalisiert. Vielleicht war&#039;s so aber auch einfacher zu löten, wer weiß. 
 Die „klassischen&quot; Pickupwahlschalter haben den Vorteil, dass sie in offener Bauweise erhältlich sind, man kann also auch bei verlustig gegangenem Anschlussplan mit Hilfe von Auge und Hirn zu gewünschtem Endergebnis vordringen. Allerdings sind die Schaltungsvariationen begrenzt. 
 Ein findiger Gitarrenbauer namens Günter Eyb hat daher einen Replacement-5-Way-Switch entwickelt, der schaltungstechnisch keine Wünsche mehr offenlässt. Diesen „Megaswitch&quot; gibt es in verschiedenen Ausführungen, die wir in einem späteren Kapitel noch ausführlich beleuchten werden. Dort befassen wir uns dann auch näher mit der „internen&quot; Verschaltung von Humbuckern (Splitting, Reihe/Parallel) mittels Minischalter sowie diversen Standardschaltungen. 
 Drehschalter 
 Abschließend zur Einführung ins Schalter-Innenleben vielleicht noch etwas zu Drehschaltern. Diese erlauben umfangreiche Schaltungen, die mit normalem Schaltgerät nicht zu bewältigen wären. So hat beispielsweise unser  5-fach-Drehschalter  auf JEDER seiner 4 Ebenen einen Eingangspol, der auf 5 verschiedene Ausgangspole geschaltet wird. Wer sich den besorgt, sollte allerdings ausreichende Fähigkeiten besitzen, um seine eigene Schaltung zu kreieren. Aufgrund der Vielzahl von Optionen sind wir zeitlich nicht dazu in der Lage, „mal eben so nebenbei&quot; eine auf die jeweilige Person zugeschnittene Schaltung zu entwerfen. 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2019-06-18T00:15:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Potis und Kondensatoren</title>
            <id>https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/potis-und-kondensatoren</id>
            <link href="https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/potis-und-kondensatoren"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Potis und Kondensatoren
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Größenangaben und Maßeinheiten 
 Widerstände werden in Ohm gemessen 
 1 KiloOhm ( 1 kOhm ) entspricht eintausend Ohm ( Kilo = tausend) 
 1 MegOhm ( 1 MOhm ) entspricht einer Million Ohm ( Mega = Million) 
 Kondensatoren werden in Farad gemessen 
 1 Farad = 1000mF (Millifarad) = 1 000 000µF ( Microfarad) = 1 000 000 000 nF (Nanofarad) = 1 000 000 000 000 pF (Picofarad) 
 Grundsätzliches zum Poti 
 Was bei Potis schon mal pauschal für reichlich Verwirrung sorgt, sind die drei Anschlüsse. Öffnet man beherzt das Gehäuse, offenbart sich jedoch eine recht simple Struktur. 
   
 Zwischen den äußeren Anschlüssen befindet sich eine dreiviertelkreisförmige Kohlebahn, die einen festen Widerstand hat, bei Gitarren meist Werte zwischen 250 kOhm und 1 MegOhm. Jetzt ist es natürlich nicht so, dass man, wenn man sich beginnend von einem Anschluss in Richtung des anderen bewegt, bereits nach einem Millimeter auf der Kohlebahn den vollen Widerstandswert erreicht, nein, der Widerstand steigert sich kontinuierlich mit der Entfernung vom Anfangspunkt, bis er am Ende den vollen Wert erreicht. Um diesen netten Effekt zu nutzen, befindet sich am mittleren Anschluss der Schleifer (Abgriff), ein Kontakt der mittels Drehachse zwischen den äußeren Anschlüssen wandern kann. Je nach Position des Schleifers auf der Kohlebahn lassen sich also zwischen dem linken Pol und Mitte sowie Mitte und rechtem Pol verschiedene Widerstände einstellen (man kann auch sagen „abgreifen&quot;), die natürlich als Summe wieder den Gesamtwiderstandswert des Potis ergeben, mehr Ohm ist ja nun nicht vorhanden. 
 Drehrichtung von Potentiometern 
 Wenn ein Potentiometer seinen Widerstand proportional zur Drehbewegung ändert, hat es einen LINEAREN Verlauf, d.h., bei einer Drehung der Potiachse um ein Drittel, verändert sich auch der Widerstand um ein Drittel des Gesamtwertes. Lineare Potis haben auf dem Potigehäuse meist ein aufgedrucktes „B&quot;, im Zweifel kann man sie allerdings auch mit einem Ohmmeter wie folgt bestimmen: Potiachse genau auf die Hälfte drehen und dann zwischen Mitte und einem der äußeren Anschlüsse messen. Ein lineares Poti hat bei Mittelstellung genau den halben Widerstand. 
 Nun ist das menschliche Ohr leider nicht in der Lage, eine lineare Veränderung auch als solche zu empfinden. Aus diesem Grund wurden LOGARITHMISCHE Potis (Audio Taper) erfunden, deren Widerstandsveränderung dem Gehör angepasst ist, d.h., beim Aufdrehen eines solchen Potis wird ein relativ gleichmäßiger Anstieg der Lautstärke vernommen. Beim logarithmischen Poti ist auf dem Gehäuse ein „A&quot; aufgedruckt, es lässt sich allerdings auch nach obiger Methode mit dem Ohmmeter ausmessen. Da die Widerstandsveränderung jedoch nicht linear ist, hat es natürlich bei Mittelstellung auch nicht den halben Widerstand. Bei einem 250 kOhm Poti misst man beispielsweise bei Mittelstellung auf der einen Seite ca. 200 kOhm und auf der anderen Seite ca. 50 kOhm. 
 Obwohl die meisten Gitarren mit logarithmischen Potis bestückt werden, muss das nicht jedermanns Optimum sein. Dreht man z.B. ein lineares Poti von 10 auf 5 zurück, passiert zunächst recht wenig, zwischen 5 und 0 allerdings eine ganze Menge. Dieser Verlauf kann bei einem Volume-Poti angenehmer sein, wenn man in erster Linie mit unverzerrten Sounds spielt. In diesem Fall reagiert ein Amp viel empfindlicher auf Veränderungen des Eingangssignals, weshalb man an der Gitarre die Lautstärke nuancierter einstellen kann. Bei logarithmischen Potis dagegen steigt die Lautstärke zwischen 0 und 7 so ziemlich linear an und gewinnt von 7 und 10 nochmal mächtig an Fahrt. Dieser Verlauf ist immer dann besser, wenn man im Crunch- oder HiGain Bereich spielt. Da wirken sich Veränderungen des Eingangssignals nämlich in erster Linie auf den Verzerrungsgrad aus, weshalb das Poti einfach &quot;dynamischer&quot; reagieren muss um eine hörbare Lautstärkeveränderung zu erzielen. Im Endeffekt sollte jeder für sich selbst entscheiden, was seiner Spielweise entgegenkommt. Im allgemeinen sind es allerdings Potis mit logarithmischem Widerstandsverlauf, weshalb diese auch oft als Standard-Potis bezeichnet werden. 
 Ach ja, noch was: für das Tonpoti nimmt man grundsätzlich welche mit logarithmischen Widerstandsverlauf, da sich nur so eine akustisch lineare Klangregelung erzielen lässt. 
 Logarithmische Potis müssen ob ihrer Widerstandskurve für eine bestimmte Drehrichtung konzipiert sein. Dem Bedarf folgend sind handelsübliche Potis daher für Rechtshänder-Gitarren ausgelegt. Dreht man diese Potis im Uhrzeigersinn (von oben betrachtet), nimmt die Lautstärke relativ gleichmäßig zu. Man kann sie natürlich auch andersherum anschließen, allerdings ist das Regelverhalten dann ein völlig anderes. Richtig gute Betriebe, wie z.B. wir, haben selbstverständlich auch  Lefthand Potis  im Angebot. 
 Um die Funktion eines Potis nachzuvollziehen, kommt man mit der Drehrichtung übrigens manchmal durcheinander. Schließlich betrachtet man das Poti beim Verlöten von der Rückseite, in der fertigen Gitarre dann allerdings von oben, d.h., dreht man das Poti auf der Oberseite im Uhrzeigersinn, dreht sich sein Innenleben von unten aus betrachtet dagegen. Selbst alte Hasen drehen da manchmal durch. Sämtliche Schaltungen, die wir hier beschreiben, zeigen die Anschlüsse des Potis daher von unten, also von der Seite, die man beim Löten vor sich hat. 
 Das Volume-Poti 
 Nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschlossen, hier auf eine Erklärung zurückzugreifen, die vermutlich nicht für den Nobelpreis reicht, aber dafür umso verständlicher ist. Nochmal das Bildchen von vorhin: 
   
 Nehmen wir mal an, der Saft kommt an dem rechten Ende der Kohlebahn an. Jetzt muss er sich durch die Kohle quälen, weil er ja den Weg an die Masse sucht. Dabei verliert er schon an Energie. Und nun - oh welche Freude - ist da irgendwo auf dieser beschwerlichen Bahn auf einmal ein Kontakt, von dem es in die Außenwelt (Richtung Amp) geht. Durch die Position des Schleifers bestimmen wir, wieviel Widerstand wir dem Saft entgegensetzen, bis er wieder aus dem Poti raus kann, also von der gottverdammten Kohlebahn runter. Schauen wir 3 Fälle an: 
 
  
 1.) 
 
  
 2.) 
 
  
 3.) 
 
 
 1.) Der Schleifer ist ganz nach rechts gedreht: Dann kann der Saft ganz ohne Widernis gleich wieder raus. So ist es, wenn wir das Volumepoti ganz aufgedreht haben. 
 2.) Der Schleifer ist ganz nach links gedreht: Der Saft muss sich durch die ganze Kohlebahn quälen und bevor der rettende Ausgang erreicht wird, ist da schon die Masse und der schöne Ton ist weg. So ist es, wenn wir das Poti zugedreht haben. 
 3.) Der Schleifer steht in der Mitte: Der Saft kommt rechts an, muss durch die Kohle, wobei er schon an Volumen verliert, und kann dann abgeschwächt in der Mitte über den Schleifer wieder raus, um weiteren Ereignissen entgegenzusehen. 
 Die kleinen Striche an dem einen Außenkontakt bedeuten, dass hier eine Masseverbindung besteht. In der Praxis macht man das so, dass man schlicht den Lötkontakt hochbiegt und am Potigehäuse festlötet. Das Potigehäuse muss dann natürlich seinerseits durch einen Massedraht mit Masse verbunden werden. 
 Es gibt auch die Möglichkeit, den Tonabnehmer wie folgt an das Volume-Poti anzuschließen: 
   
 Hier kommt der Saft nicht außen an, sondern in der Mitte am Schleifer. Von da an geht´s nun nach links oder nach rechts weiter. Je nachdem wo der Schleifer steht, ist also der Widerstand zum linken oder rechten Außenkontakt größer. Hier hat der Saft die Wahl: Ein Teil fließt links an Masse ab und ein Teil geht nach dem beschwerlichen Weg über die Kohlebahn raus zum Amp. Also haben wir auch hier, je nach Schleiferstellung, eine Lautstärkereduzierung zu verzeichnen. Diese Art der Beschaltung bevorzugt man manchmal bei Instrumenten, die zwar zwei Pickups, aber keinen Pickupwahlschalter haben (z.B. Jazz Bass). 
   
 Hier haben wir es mit einer standardmäßigen Gitarrenschaltung mit 2 Pickups, 2 Volumepotis und einem Pickupwahlschalter zu tun. Und jetzt kommt folgender Grenzfall: Das rechte Poti ist aufgedreht, der Schleifer steht ganz rechts, der Saft kann also gleich wieder raus in Richtung 3-Weg-Schalter. Dieser ist in Mittenstellung, d.h. der Saft von beiden Pickups könnte aus ihm raus weiter in Richtung Amp. Doch, oh Schreck! Was sehen wir? Das linke Poti ist zugedreht, der Schleifer liegt direkt an der Masse, der Saft des Pickups, der dort landet, ist perdü. Aber weiter, oh Jammer und Not: Der Saft des anderen Pickups, wo das Poti voll aufgedreht ist, kann ja nun ohne jeden Widerstand zurück über den Wahlschalter und dann über den Schleifer des linken Potis an Masse verduften. Also, wenn ein Poti zugedreht ist, so sind bei Mittelstellung des 3-Weg Schalters beide Pickups weg. In der Praxis ist das aber nicht so schlimm, man braucht ja nur den 3-Weg Schalter nach rechts zu legen und schon ist die Verbindung zum linken Poti unterbrochen. 
 Beim Bass hingegen will man gern die Pickups untereinander mischen und das würde mit der eben besprochenen Schaltung nicht so gut gehen. Da verzichtet man besser auf den Schalter und beschaltet die Potis so, wie wir es in der nächsten Skizze sehen: 
   
 Das Poti von Pickup 2 ist zugedreht, Pickup 2 liegt also voll an Masse, totale Stille. Das Poti von PU 1 hingegen ist voll aufgedreht. Nun schauen wir, was mit dem Saft passiert, d.h. wo kann er lang? Es ist ja eine direkte Verbindung zum rechten Kontakt des Potis von PU 2 gegeben. Hier kann der Saft aber nicht gleich an Masse, weil er dazu ja noch die gesamte Kohlebahn des Potis durchlaufen müsste. Da besteht kein reges Interesse, der Saft geht lieber weiter in Richtung Amp. 
 Diese Schaltung scheint also auf den ersten Blick für alles vorteilhafter zu sein, dennoch hat sie einen gewissen Nachteil: Es gehen Höhen verloren. Aber warum? 
 Nun, Pickup und Poti hängen ja direkt miteinander zusammen, d.h., die Spule des Pickups, die Spulenkapazität und die Widerstandsbahn bilden in sich schon einen sogenannten Schwingkreis. Je kleiner nun der Widerstand der Kohle wird, desto mehr wird die Resonanzfrequenz dieses Schwingkreises, also des Pickups, „bedämpft&quot;. Bedämpfen heißt einfach, dass die Höhen verloren gehen und zwar umso mehr, je kleiner der Widerstand parallel zum Tonabnehmer wird. Bei dieser Schaltung sinkt der Widerstand, je weiter man das Volumepoti zurückdreht, d.h., wir verlieren auch zunehmend an Höhen. Beim Bass ist dies nun nicht ganz so tragisch, es wirkt sich auf&#039;s Ohr so gut wie gar nicht aus, nur bei der Gitarre ist es eben nicht das Gelbe. Da gibt man lieber der vorherigen Schaltung den Vorzug, bei der liegt nämlich parallel zum Pickup, unabhängig von der Schleiferstellung, der Gesamtwiderstand der Kohlebahn, d.h., auch beim Zurückdrehen des Potis bleiben die Höhen erhalten (warum es auch da etwas dumpfer wird, kommt später noch). 
 Der verdammte Schwingkreis ist übrigens auch der Grund, weshalb der Wert eines Potis generell Einfluss auf den Sound eines Pickups hat. Schließlich liegt die Kohlebahn auch im aufgedrehten Zustand parallel zum Tonabnehmer und bedämpft diesen mit ihrem Widerstand. Einen Humbucker oder einen hochohmigen Singlecoil, die tendenziell schon etwas weniger Höhen produzieren, wird man daher lieber an einem 500kOhm Poti betreiben, damit nicht noch mehr Treble verlorengeht. Ein Standard-Singlecoil dagegen hat meist so viele Höhen, dass diese Bedämpfung dem Sound sogar zuträglich ist, weshalb man hier gerne auf 250kOhm Potis zurückgreift. 
 Genaugenommen gibt&#039;s aber keine festen Regeln, so hat Gibson z.B. in den 70er Jahren begonnen, Les Pauls mit 300kOhm Potis auszurüsten, damit ihre Humbucker noch eine Spur weicher klingen. Bei Fender dagegen hat man seinerzeit die Tele mit 1 MOhm Potis ausgerüstet, damit der Twäng des Bridge-Pickups möglichst erhalten bleibt. Auch bei den neueren Fender Vintage-Noiseless-Pickups bevorzugt man das 1 MOhm-Poti, damit der etwas sanftere Sound eines Humbuckers nicht auch noch unterstützt wird, schließlich möchte man ja einen puren Singlecoil-Sound herausholen. 
 Wer wissen will, wie seine Pickups komplett ohne Potibedämpfung klingen, muss diese also direkt an die Ausgangsbuchse oder an den Pickupumschalter löten. Ein einfaches Aufdrehen aller Potis reicht nicht. 
 Kondensatoren und Tonpoti 
 Ein Tonkondensator ist im Prinzip nichts anderes als ein frequenzabhängiger Widerstand. Für kleine Frequenzen stellt er einen recht hohen Widerstand dar, während er hohen Frequenzen gegenüber zunehmend durchlässiger wird. Die für uns gebräuchlichen Kondensatoren haben 2 Anschlussdrähte und es ist völlig egal, welchen wir davon als „Eingang&quot; und welchen als „Ausgang&quot; nehmen. Bei dieser Gelegenheit ein kurzer Hinweis zur Kennzeichnung von Kondensatoren. Die für uns wichtigen Werte befinden sich im zweistelligen nF Bereich (Nanofarad). In diesem Bereich werden Kondensatoren jedoch in pF (Picofarad) gekennzeichnet. Die Aufschrift 223 bedeutet z.B. 22000 pF (die letzte Ziffer steht für die Anzahl der Nullen). 22000pF entsprechen 22 nF (1000pF gleich 1nF). Demzufolge hat ein 47nF Kondensator die Aufschrift 473 und ein 15nF Kondensator die 153. Ein Kondensator mit der Aufschrift 221 hat dagegen nur 220pF und ist als Tonkondensator nicht zu gebrauchen (das ist ein Volumenkondensator, aber das kriegen wir später noch). 
 Schalten wir einen Kondensator parallel zum Pickup, so lässt er die hohen Frequenzen Richtung Masse passieren, er schließt sie also kurz und der Ton wird dumpf. Je größer der Wert eines Kondensators ist, desto früher setzt dieser „Frequenzkurzschluss&quot; ein, d.h., der Sound wird bei steigendem Wert auch zunehmend dumpfer. Um diesen Effekt regelbar zu machen, brauchen wir ein ganz normales Poti, wie wir es auch für die Lautstärkeregelung verwenden, nur das wir statt der drei Anschlüsse lediglich zwei beschalten. Wichtig ist noch, dass es sich um ein logarithmisches Poti handeln muss. Ein lineares Poti ist für die Tonregelung nicht geeignet. 
 Noch heute werden bei Tonkondensatoren hauptsächlich die früher üblichen Werte verwendet: 22nF für Humbucker/P90, 47nF für Singlecoils und 47nF für Bässe. Nach unserer Ansicht sind 47nF für Gitarre nicht mehr zeitgemäß, weshalb wir folgende Werte empfehlen: 15-22nF für Gitarren und 33-47nF für Bässe. Das ist aber natürlich alles Geschmacksache. 
   
 1.) Der Saft kommt am Schleifer an 
 2.) Das rechte Ende der Kohlebahn wird mit nichts verbunden 
 3.) Am linken Ende ist der eine Draht des Kondensators angeschlossen. Der andere Draht wird ans Potigehäuse gelötet, welches seinerseits Verbindung mit der Masse hat. 
 Stellen wir uns nun die drei Möglichkeiten vor, wie der Schleifer stehen könnte: 
 1.) Unser Tonpoti ist „aufgedreht&quot;, der Schleifer steht also ganz rechts: Dann müssten sich die hohen Frequenzen erst über die ganze Kohlebahn quälen, um über den Kondensator an Masse zu gelangen. Kein Interesse, der Ton bleibt unverändert. 
 2.) Unser Tonpoti ist „zugedreht&quot;, der Schleifer steht also ganz links: Jawoll, kein Widerstand, die hohen Frequenzen fließen freudig über den Kondensator an Masse, der Ton wird dumpf. Für die tiefen Frequenzanteile hat sich quasi nix verändert, da der Kondensator für sie einen zu großen Widerstand darstellt, sie nehmen weiterhin den direkten Weg zum Ausgang. 
 3.) Unser Tonpoti steht auf „5&quot;, der Schleifer befindet sich also in der Mitte: Immerhin, es ist zwar nicht so leicht, aber ein Teil unserer hohen Frequenzen quält sich durch die Kohle über den Kondensator an Masse. Der Ton ist nicht mehr ganz so hell. 
 Der Volume-Kondensator (nur bei Gitarren sinnvoll) 
 Selbst wenn bei unserer Gitarre die Pickups richtig an das Volumepoti angeschlossen sind, bemerken wir folgenden Effekt: Das Volume-Poti steht auf 10, unsere Gitarre klingt so richtig schön brillant. Kaum drehen wir das Poti etwas runter (ca. zwischen 9 und 5), wird der Ton dumpfer. Drehen wir das Poti noch weiter runter (ca. zwischen 4 und 1), relativiert sich der Höhenverlust wieder ein wenig und es wird fast so knackig wie am Anfang. 
 Das dies alles mit der Hochohmigkeit passiver Tonabnehmer sowie der Kapazität des Gitarrenkabels zusammenhängt tut wenig zur Sache, wir haben folgende Möglichkeiten: 
 1.) Wir rüsten unsere Gitarre mit aktiven Pickups aus, der weitaus kostspieligste Weg und auch sonst nicht jedermanns Sache. 
 2.) Wir leben mit dem Problem (bis auf wenige Ausnahmen favorisiere ich diesen Weg, da es ganz geil sein kann, wenn der Rhythmus ein bißchen gedämpfter daherkommt und es dafür beim Solo so richtig knallt). 
 3.) Wir rüsten unser Lautstärke-Poti mit einem sogenannten Volume-Kondensator aus. 
 Dieser Volume-Kondensator stellt quasi eine Umgehungsstrecke für hohe Frequenzen dar und wird beim Volume-Poti zwischen Ein- und Ausgang gelötet. Wir schauen uns zwei Fälle an: 
 
  
 1.) 
 
  
 2.) 
 
 
 1.) Der Schleifer ist ganz nach rechts gedreht. Der Saft kann direkt wieder raus, der Kondensator hat keinen Einfluss auf den Sound, er ist praktisch nicht vorhanden. 
 2.) Der Schleifer steht in der Mitte: Die hohen Frequenzen nehmen die Abkürzung über den Kondensator, während sich die Bässe erst über die Kohlebahn quälen müssen. Die Lautstärke vermindert sich wie gewünscht, allerdings hat unser Ausgangssignal einen größeren Anteil höherer Frequenzen. Die Gitarre klingt also auch bei zurückgedrehtem Volume-Poti noch brillant. Übliche Werte eines Volume-Kondensators liegen bei ca. 220pF (aufgedruckter Code: 221). 
 Nun ist das alles natürlich ein Kompromiss, weil der Kondensator logischerweise über den gesamten Regelbereich wirkt. In der Praxis macht sich das so bemerkbar, dass der Sound bei weit heruntergedrehtem Volumepoti unnatürlich hell und dünn wird. Um dem entgegenzuwirken, kann man dann noch einen Schritt weiter gehen und parallel zum Volume-Kondensator einen Widerstand löten (z.B. bei einer Strat 1nF parallel mit 150kOhm - das nennt man dann &quot;Treble Bleed Circuit&quot;), dann wird’s nicht mehr ganz so Höhenlastig beim Runterdrehen (weil der Widerstand dann den Pickup wieder zusätzlich bedämpft). Allerdings arten Experimente in dieser Richtung oft in totale Rumprobiererei aus, weil die Widerstands- und Kondensator-Werte natürlich je nach Pickup variieren können und überhaupt ist ja auch alles Geschmackssache. 
 Spezielle Tonpotis 
 Hier wäre in erster Linie das  No-Load Poti  von Fender zu nennen. Das ist ein 250kOhm Tonpoti, bei dem im aufgedrehten Zustand die Leiterbahn zwischen den beiden äußeren Anschlüssen komplett unterbrochen wird. Die Folge sind noch etwas mehr Höhen, da der gesamte Schaltkreis des Tonpotis vom Ausgangssignal getrennt wird. Ebenfalls aus dem Hause Fender stammt das  TBX Tone Control . Dabei handelt es sich um ein Doppelpoti mit Mittenrasterung, was mit einem Tonkondensator und einem &quot;Preset&quot;-Bedämpfungswiderstand beschaltet und anstelle eines normalen Tonpotis eingebaut wird. Aufgrund des trickigen Innenlebens des TBX Potis erhält man folgende Effekte: voll aufgedreht liegen mehr als 1 MegOhm parallel zum Volumenpoti und lassen sich bis zur Mittelstellung auf etwa 100kOhm herunterregeln. Der Sound wird also bedämpft. Ab der Mittenrasterung kommt dann der Tonkondensator ins Spiel und von da an funktioniert das TBX wie ein normales Tonpoti. Gerade im Bereich zwischen 5 und 10 erhält man durch das nuancierte &quot;weichmachen&quot; eine interessante Soundvariation, aber man darf natürlich auch keine Wunder erwarten. Das TBX wird inkl. Schaltplan, Kondensator, Widerstand und weißem Tonknopf geliefert. Ach ja, in der Originalbeschreibung ist von Treble/Bassregelung die Rede. Das ist in der Form nicht richtig, da ja von einer Bassregelung keine Rede sein kann. Das TBX funktioniert exakt so, wie wir das hier beschreiben. 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2019-06-17T00:15:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Humbucker-Schaltungen</title>
            <id>https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/humbucker-schaltungen</id>
            <link href="https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/humbucker-schaltungen"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Humbucker-Schaltungen
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Grundsätzliches 
 Ein Humbucker beherbergt zwei Spulen und entspricht somit vom Prinzip her zwei dicht beieinander liegenden Singlecoil-Pickups. Der Zweck des Humbuckers ist eigentlich der, dass durch die beiden Spulen Brummeinstreuungen eliminiert werden (der sogenannte &quot;Humbucker-Effekt&quot;). Darüber hinaus haben wir bei einem Humbucker jedoch auch die Möglichkeit, seine beiden Spulen entweder verschiedenartig zusammen oder einzeln zu schalten, um ihm so sein vollständiges Soundpotential zu entlocken. 
  
 Bild 1: explodierter Humbucker 
 
 Jede Spule hat - wie man auf der Skizze sieht - einen Anfang und ein Ende. Da bei den meisten handelsüblichen Humbuckern alle 4 Spulenanschlüsse einzeln herausgeführt sind, ergeben sich folgende Schaltungsvarianten: 
 1. Ende der einen Spule an den Anfang der anderen. Das nennt sich &quot;in Reihe&quot;, ergibt den fettesten Sound und entspricht der Verdrahtung des Ur-Humbuckers, es ist quasi die Normalverdrahtung eines Humbuckers. 
 2. Von jeder Spule ein Ende an Plus und ein Ende an Masse. Das nennt sich &quot;parallel&quot; und ergibt einen klareren, weniger mittenbetonten Sound mit geringerem Output. Diese Variante nutzt man häufig bei Humbuckern mit hoher Ausgangsleistung um einen &quot;splitting-ähnlichen&quot; Sound zu erreichen ohne den Humbuckereffekt zu verlieren. 
 3. Eine Spule wird abgeschaltet (Splitting). Dann ist der Pickup ein &quot;Singlecoil&quot;. So klingt er klarer, weniger mittenbetont und etwas bissiger in den Höhen. Natürlich wird der Pickup hierbei auch wieder empfindlich für Störstrahlungen irgendwelcher Art. 
  
 Bild 2: Schaltungsvarianten beim Humbucker 
 
 Mittels verschiedener Schalter, die wir unter &quot; Elektrik für Jedermann - Schalter &quot; bereits ausführlich vorgestellt haben, kann man dem Humbucker nun jene verschiedenen Sounds entlocken. Man sollte sich aber darüber im klaren sein, dass nahezu jeder Humbucker für die Beschaltung beider Spulen &quot;in Reihe&quot; konstruiert wurde und dementsprechend auch so am besten klingen dürfte. Es ist also zumindest fraglich, ob die ganzen Soundvarianten nachher wirklich was bringen. Aber wie heißt es so schön: &quot;Versuch macht kluch&quot;. 
 Farbcodes 
 Um unseren Humbucker nach Lust und Laune zu verschalten, müssen wir wissen welcher Draht zu welcher Spule gehört. Da nahezu alle Hersteller unterschiedliche Farbcodes verwenden, richtet man sich am besten nach dem hoffentlich beiliegenden Anschlussplan. Falls der verschwunden ist, hilft vielleicht auch folgende Tabelle weiter: 
 
 
 
 
 
 
 
 
 &amp;nbsp; 
  A  
  B &amp;nbsp; 
  C  
  D  
 
 
  Rockinger  
 grün 
 weiß 
 braun&amp;nbsp; 
 gelb 
 
 
  Seymour Duncan  
 schwarz&amp;nbsp; 
 weiß 
 rot 
 grün 
 
 
  DiMarzio  
 grün 
 weiß 
 schwarz&amp;nbsp; 
 rot 
 
 
  Gibson  
 rot&amp;nbsp; 
 weiß 
 grün 
 schwarz 
 
 
 
 
 
 
 
 
 A und B entsprechen hierbei den Anschlüssen der ersten Spule, C und D denen der zweiten. Alle nachfolgenden Skizzen wurden von uns schlauerweise mit diesen Buchstaben beschriftet, sodass vermutlich keine Fragen mehr offen bleiben. Für eine normale &quot;in Reihe&quot;-Schaltung werden einfach B und C verbunden (nach dem Zusammenlöten mit Klebeband isolieren, sonst kriegt man ein ungewolltes Splitting, wenn die Verbindungsstelle irgendwo gegen ein Potigehäuse o.ä. kommt). A entspricht dem &quot;heißen&quot; Ausgang, D und eventuelle Abschirmgeflechte des Zuleitungskabels werden mit Masse verbunden (Potigehäuse oder so). 
 Es gibt natürlich auch Humbucker, bei denen nicht alle Spulenanschlüsse herausgeführt sind, beispielsweise alte Gibson-PAFs oder einige originalgetreue Replikas derselbigen, da kann dann natürlich auch nix gesplittet oder parallel geschaltet werden (bitte nicht versuchen, solche Pickups selber zu modifizieren!!!). Desweiteren gibt es Humbucker mit nur 3 farbcodierten Anschlusskabeln. Bei diesen Modellen ist die B/C-Verbindung intern verlötet, es kann also nur gesplittet werden. 
 Ärger mit der Phase 
 Manchmal kann es passieren, dass man zwar beide Spulen angeschlossen hat, eine davon aber versehentlich &quot;gegenphasig&quot;. Dann klingt der Pickup so richtig schön scheiße und brummt ganz fürchterlich. In diesem Falle bitte von EINER der beiden Spulen die Anschlussdrähte vertauschen. Es ist auch schon vorgekommen, dass bereits bei Herstellung des Pickups die Farben der Anschlussdrähte vertauscht wurden, d.h., auch bei korrekter Verdrahtung nach Anschlussplan kommt es zu oben genanntem Effekt. Statt eine womöglich nervenaufreibene Umtauschaktion zu starten, sollte man sich wie oben beschrieben einfach selber helfen. 
 Oft kommt es vor, dass zwei Pickups verschiedener Hersteller zusammengeschaltet &#039;out of phase&#039; klingen (dünn und leicht ätzend), dann müssen von einem Pickup A und D vertauscht werden (bei Singlecoils gibt&#039;s eh nur zwei Anschlussdrähte, die vertauscht werden können). 
 Das mit der Phase kann man sich vorstellen wie bei den Boxen einer HiFi Anlage: Wenn aus beiden Boxen derselbe Ton rauskommt und sich dabei die Membranen rausbewegen, ist der Ton satt und kräftig &#039;in phase&#039;, wenn aber bei einer Box die Membran sich reinbewegt und bei der anderen raus, dann schluckt sich was weg, Frequenzen werden ausgelöscht, der Ton ist dünn und plinkig &#039;out of phase&#039;. Genauso ist es, wenn der eine Pickup das Signal so rum und der andere andersherum verarbeitet. 
 Entgegen aller Theorie kann ein &#039;out of phase&#039;-Sound natürlich auch erwünscht sein, dazu später mehr. 
 Splitting 
 So, wir haben einen geeigneten Humbucker nebst diverser Minischalter zur Hand, jetzt wollen wir die Dinger mal einsetzen. Fangen wir zunächst mit einem simplen Splitting an und begucken uns die folgende Skizze: 
  
 Bild 3: Splitting eines Humbuckers 
 
 Die beiden Verbindungsdrähte der Spulen werden in Links-Stellung des Schalters mit Masse verbunden, die linke Spule liegt so mit beiden Kontakten an Masse, es kann nur noch die rechte Spule arbeiten, der Sound wird etwas heller und bissiger. In Rechts-Stellung ist die Verbindung unterbrochen, der Humbucker arbeitet mit beiden Spulen (&quot;Normal-Sound&quot;). 
 Reihe/Parallel Schaltung eines Humbuckers 
  
 Bild 4: Reihe/Parallel-Schaltung 
 
 Hier muss der Schalter schon so einige Funktionen übernehmen. Bei Reihenschaltung müssen die beiden Spulen über die &quot;inneren&quot; Kabel verbunden sein. Bei Parallelschaltung muss diese Verbindung unterbrochen sein, dafür muss das rechte Kabel der linken Spule mit dem &quot;heißen&quot; Ausgang verbunden sein und das linke Kabel der rechten Spule über den Schalter an Masse gelegt werden. Zur besseren Kontrolle bräuchtet Ihr Euch nur in diese Skizze die Schalter-internen Verbindungen - je nach Stellung des Hebels - einzuzeichnen und könntet so verfolgen, wo der Saft langgeht. 
 
 
 
 
 
 
 
 
  Folgende Sounds:  
  Links  
  Rechts  
  Mitte  
 
 
 2-poliger ON/OFF Umschalter 
 in Reihe 
 parallel 
 gibt&#039;s nicht 
 
 
 2-poliger ON/ON/ON Umschalter 
 in Reihe 
 parallel 
 Split 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Wer für diese Schaltung den 2-poligen Umschalter mit aktiver Mitte verwendet (ON/ON/ON), hat in Mittenstellung sogar noch ein Splitting am Start. Da werden nämlich beim Schalter die beiden Kontakte links oben und die beiden rechts unten verbunden, es passiert also dasselbe wie bei der vorherigen Skizze, die linke Spule wird an Masse gelegt. Wie es gesplittet klingt hatten wir bereits erwähnt, bei Parallel-Schaltung ist der Sound ähnlich, vielleicht noch eine Spur heller, man hat aber den Vorteil, dass der Pickup weiterhin als Humbucker arbeitet, also eventuelles Brummen eliminiert. Wer dieser Schaltung noch nicht so auf Anhieb folgen kann, sollte sich ruhig ein wenig Zeit nehmen, wenn&#039;s denn überhaupt von Interesse ist. 
 Umphasung eines Pickups 
 Wie vorhin bereits angemerkt, kann man einen Pickup so oder so rum phasen, was sich natürlich nur dann bemerkbar macht, wenn man zwei Pickups GLEICHZEITIG betreibt. Ist einer der Pickups &quot;out of phase&quot; geschaltet, kommt es zu Auslöschungen bei den Bässen, es klingt also hohl und dünn. Wohl klar, dass man einen &quot;out of phase&quot; Schalter nur für einen von zwei Pickups braucht. Wenn man den anderen auch umphast, ist es ja wieder dasselbe wie vorher, quasi doppelt gemoppelt. 
  
 Bild 5: Umphasung eines Pickups 
 &amp;nbsp; 
 
 Wenn man hier einen 2-poligen ON/OFF/ON Umschalter nimmt, ist der Pickup in Mittenstellung des Hebels ausgeschaltet. Dieser Schalter wäre also ein zusätzlicher Ein-Aus Schalter. Man sieht sowas manchmal bei Strats mit 3 Pickups. Anstelle des 5-Weg Schalters werden halt drei Minischalter genommen, mit denen man jeden Pickup nicht nur einschalten sondern auch die Phasung bestimmen kann. Ein &quot;out of phase&quot; Sound bei Singlecoils ist allerdings arg plinkig, also mit Sicherheit nicht jedermanns Sache. 
 Singlecoils mit Anzapfung 
  
 Bild 6: Singlecoil mit Anzapfung 
 &amp;nbsp; 
 
 Als letztes noch die Beschaltung eines Singlecoils mit Anzapfung. Bei der Herstellung eines solchen Pickups wird beim Wickeln an bestimmter Stelle ein Stop eingelegt und ein Kabel herausgeführt. Danach geht&#039;s weiter bis zur endgültigen Windungszahl. 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2019-06-16T00:15:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Standardschaltungen</title>
            <id>https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/standardschaltungen</id>
            <link href="https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/standardschaltungen"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Standardschaltungen
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 In diesem Kapitel beschäftigen uns mit ein paar klassischen Schaltungen für Gitarren und Bässe, die im Prinzip die Basis für fast alles bilden, was heutzutage so verlötet wird. Eigentlich müsste man anhand dieser Schaltpläne und den hoffentlich wertvollen Informationen aus vorherigen Kapiteln ausreichend für den Ernstfall gerüstet sein. 
 Sollte man zusätzlich auf der Suche nach bestimmten Schaltungsexoten sein, empfiehlt sich allemal die Anschaffung des 1982 erschienenen Buches &quot;Guitar Electronics For Musicians&quot;, welches sämtliche bis dato wesentlichen Schaltungen behandelt (gibt&#039;s leider nur noch gebraucht). Ansonsten rate ich allen Wißbegierigen zu einem gepflegten Blick ins Internet, da nahezu alle Hersteller auf ihren Homepages Abbildungen oder sogar ganze Download-Bereiche am Start haben. Außerdem gibt es ja haufenweise Nerds, die ganz akribisch jede Schaltung aufzeichnen und netterweise im WWW mit allen teilen. 
 Bevor wir uns nun aber endgültig auf die Schaltpläne stürzen, machen wir nochmal einen kurzen Abstecher ins Reich der Schalter. 
 Fender-style Schalter 
 Am weitesten verbreitet sind die Schalter der US-Firmen &quot;OAK&quot; und &quot;Central Lab (CRL)&quot;. Beide sind wegen ihrer robusten Konstruktion aus stabilem Pertinaxträger und wohlproportionierten Lötösen qualitativ absolut hochwertig und unterscheiden sich rein elektrisch nur in wenigen unwesentlichen Details voneinander. Im Unterschied zu asiatischen Schaltern (4mm Schlitzweite) braucht der gemeine US-Switch einen Knopf mit 5mm Schlitz. Die offene Bauweise erlaubt zudem einen uneingeschränkten Blick ins Innenleben, was beim Nachvollziehen bestimmter Schaltvorgänge ganz hilfreich sein kann. Im Hinblick auf eventuelle Verschmutzungen der Kontakte und den damit verbundenen Kratzgeräuschen ist es übrigens unerheblich, ob ein Schalter gekapselt ist oder nicht. Zum einen ist das Elektrofach eh ein relativ staubgeschützter Bereich, und zum anderen ist häufige Bewegung sowieso die einzig sinnvolle Vorsorge gegen frühzeitige Ausfallerscheinungen. 
  
 Bild 1: typische Fender-style Schalter, OAK, CRL, Preiswert (v.l.n.r.) 
 
 Da man im Hause Fender heutzutage hauptsächlich &quot;OAK&quot;-Schalter verwendet, beziehen sich sämtliche neueren Anschlusspläne auch auf diesen Typ. Wer also so ein Ding zur Verfügung hat, kann sich gemütlich zurücklehnen und die Schaltung 1 zu 1 übertragen. Genauso simpel können wir beim &quot;CRL&quot; Schalter vorgehen, der sich vom OAK-Switch lediglich in der Anschlusspol-Verteilung der beiden Ebenen zueinander unterscheidet (siehe Skizze). Auch hier gilt: ganz stur die Anschlüsse abzählen und nach Schaltplan verlöten. Beide Schalter sind so genial konstruiert, dass die Einbaurichtung keine Rolle spielt, allerdings ist es in der Praxis immer etwas eleganter, wenn die Platine mit den Lötösen im eingebauten Zustand in Richtung der Pickups zeigt. 
 Der Dritte im Bunde ist ein fernöstlicher Vertreter, der in geschlossener Bauweise daherkommt. Zur Vereinfachung haben wir die Anschlüsse in folgender Skizze einfach durchnummeriert, sodass man sich das notfalls selber übertragen kann. Da es von dieser Bauweise inzwischen zahllose Modelle verschiedener Hersteller gibt, mag ich aber nicht die Garantie dafür übernehmen, dass alle in ihrer Schaltfunktion identisch sind. Im Zweifel bitte das Ohm-Messgerät befragen. 
 Ich für meinen Teil muss zugeben, dass ich der sahnigen Gängigkeit amerikanischer Modelle voll erlegen bin und diesen daher generell den Vorzug gebe. Auch traue ich den meist mickrigen Lötösen der asiatischen Teile keine allzulange Lebensdauer zu, zumindest dann nicht, wenn man öfter an der Gitarre rumlötet. 
  
 Bild 2: Anschlussvergleich verschiedener Fender-style Schalter (Ansicht von unten) 
 
 Schaltungen für Tele 
  
 Bild 3: Schaltung für Tele von 1953-1967 
 
 Es ergeben sich folgende Schaltzustände: 
  1. Schalterhebel vorne:  Neck Pickup mit parallel-geschaltetem 100nF Kondensator (das Ding zwischen Schalter und Potirücken des Volumereglers). Der Kondensator schließt die Höhen bereits direkt über dem Pickup kurz, man nennt das auch &quot;pre-set bassy sound&quot;. 
  2. Schalterhebel in der Mitte:  Neck Pickup alleine 
  3. Schalterhebel hinten:  Bridge Pickup alleine 
 Als Volume- und Tonregler wurden 250kOhm Potis eingesetzt, der Tonkondensator (der zwischen Volume- und Tonpoti) hatte 0,05 MFD (das entspricht ca 47nF). Bei dieser Schaltung kann man nicht beide Pickups parallel laufen lassen, sie ist daher vermutlich nur etwas für absolute Puristen. 
 Ab 1967 wurde die Schaltung dann auch wie folgt modifiziert: 
  
 Bild 4: Schaltung für Tele ab 1967 
 
  1. Schalterhebel vorne:  Neck-Pickup alleine 
  2. Schalterhebel in der Mitte:  Beide Pickups parallel 
  3. Schalterhebel hinten:  Bridge Pickup alleine 
 Volumeregler: 1 MegOhm, Tonregler: 250kOhm. Der Tonkondensator hat wieder 0,05 MFD (entspricht in etwa 47nF), der kleine Kondensator am Volumenpoti ist als sogenannter Volumekondensator geschaltet und hat 1nF. Diese Schaltung gilt eigentlich als der klassische Fall, obwohl man beim Wert der Potis gerne noch etwas rumprobieren darf. Gleiches gilt für den Volumekondensator, den man auch einfach weglassen kann. 
  
 Bild 5: Schaltplan der Texas Special Tele Pickups 
 
 Im Gegensatz zur vorhergehenden Schaltung werden hierbei Bridge- und Neck-Pickup in Schalter-Mittelstellung nicht parallel sondern in Reihe geschaltet. Damit das überhaupt funktioniert, darf das Cover des Halspickups nicht mit einem der beiden Spulenanschlüsse verbunden sein. Bei den Texas Special Tele Neck Pickups existiert daher ein zusätzliches Anschlusskabel für das PU Cover, welches zwecks Abschirmung auf Masse gelegt wird. Da das Cover eines Standard Tele Hals Pickups bereits direkt am Wickelkörper mit dem Masseanschluss verbunden ist, müsste man diese Verbindung erst einmal auftrennen, vorausgesetzt man möchte die Texas Special Schaltung überhaupt realisieren. 
 Andersherum kann natürlich auch ein Texas Special Tele Set in die vorhergehende &quot;klassische&quot; Schaltung integriert werden. Das schwarze Anschlusskabel des Hals Pickups wird dann einfach zusammen mit dem Cover-Kabel auf Masse gelegt. 
 Bei einer Standard-Tele wird die Masseverbindung zwischen den Potigehäusen bereits durch die Metall-Kontrollplatte hergestellt, weshalb diese Verbindung in den Original-Schaltplänen auch gar nicht erst auftaucht. Falls diese Control-Plate nicht vorhanden ist (z.B. rückwärtiges E-Fach), muss natürlich ein zusätzliches Massekabel von Potirücken zu Potirücken gelötet werden. Eine Maßnahme, die sich im übrigen auch bei einer Standard-Tele empfiehlt, zumal eine Masseverbindung per Potiverschraubung oft nur von endlicher Dauer ist. 
 Schaltungen für Strats 
 Für die Verdrahtung einer Strat ist es völlig unerheblich, ob der Schalter 3 oder 5 Positionen hat. Die Lötanschlüsse sind jeweils identisch. 
  
 Bild 6: Die klassische Schaltung für eine Strat 
 
  1. Schalterhebel vorne:  Neck-Pickup alleine, Klangregelung mit mittlerem Tonpoti. 
  2. Schalterhebel zwischen vorne und Mitte:  Neck- und Middle-Pickup parallel, Klangregelung mit mittlerem und/oder hinterem Tonpoti (diese Schalterstellung fällt beim 3-Weg-Schalter weg) 
  3. Schalterhebel in der Mitte:  Middle-Pickup alleine, Klangregelung mit hinterem Tonpoti. 
  4. Schalterhebel zwischen Mitte und hinten:  Middle- und Steg-Pickup parallel, Klangregelung mit hinterem Tonpoti (auch diese Schalterstellung gibt´s nur beim 5-Weg-Schalter) 
  5. Schalterhebel hinten:  Steg-Pickup alleine, keine Klangregelung. 
 Alle Potis haben 250kOhm, der Tonkondensator hat im Original 0,05MFD, also ca. 47nF (22nF sind besser). 
 Hier sind der Modifizierungsphantasie natürlich keine Grenzen gesetzt, zumal die Verschaltung der Tonpotis nicht mehr zeitgemäß sein dürfte. Auch gilt immer als kleines Manko, dass man Hals- und Steg-Pickup nicht zusammen betreiben kann, obwohl das wirklich eine Sound-Bereicherung wäre. Deshalb an dieser Stelle eine Schaltungsvariante wie ich sie für eine meiner Strats gewählt habe: 
  
 Bild 7: Modifizierte Schaltung für eine Strat 
 
 Da ich aufgrund meines ungezügelten Anschlags dazu neige, einen 5-Weg-Schalter ungewollt zu verstellen, habe ich zuallerst einen 3-Weg-Schalter eingebaut, der sich wie folgt verhält: 
  1. Schalterhebel vorne:  Neck-Pickup alleine 
  2. Schalterhebel in der Mitte:  Neck- und Bridge-Pickup parallel 
  3. Schalterhebel hinten:  Bridge-Pickup alleine 
 Das Volumepoti ist normal angeschlossen, das mittlere Poti wirkt als Tonregler für alle Pickups (Mastertone). Und jetzt kommt der Clou: der mittlere Pickup kann unabhängig von der Schalterstellung mit dem hinteren Poti dazugeregelt werden. Ich habe das so verschaltet, dass der mittlere Pickup &quot;an&quot; ist, wenn das Poti auf Null steht. Ich fand das von der Logik her irgendwie passender, da mir die Zwischenstellungen immer etwas zu fisselig klingen. Man kann´s aber natürlich auch umgekehrt machen. Das hintere Poti sollte 500kOhm haben, ein kleinerer Wert hat u.U. einen zu großen Einfluß auf den Gesamtsound. Auch muss der Pickup &quot;umgekehrt&quot; ans Poti angeschlossen werden. Die Erklärung für letztgenannte Feinheiten befindet sich im Kapitel &quot;Potis&quot;. 
 Les Paul Schaltung 
  
 Bild 8: Schaltung einer Standard Les Paul 
 
 Hier kommen wir zu einem weiteren Klassiker in Sachen Pickupverdrahtung. Jeder Pickup hat einen getrennten Volume- und Tonregler (Potis: 500kOhm, Kondensatoren: 22nF). Ein bisschen verwirrend ist vielleicht die Masseverbindung zwischen den Potis, die in den meisten Original-Schaltplänen nicht auftaucht, da bei manchen Paulas die Potigehäuse durch die gemeinsame Potiplatte miteinander verbunden werden. Dennoch empfehle ich auch hier, diese Verbindung zusätzlich zu löten. 
 Der Masseanschluss des Schalters wird mit der Abschirmung des Kabels verbunden, welches vom Schalter zum Elektrofach führt. Manche Schalter haben diese zusätzliche Masseöse gar nicht, sie ist für die Funktion auch nicht wirklich nötig, aber wenn sie vorhanden ist, dann schließen wir sie natürlich auch an. 
 Einige PAF-Pickups haben dieses einadrig abgeschirmte Anschlußkabel mit dem blanken Außengeflecht, da entspricht der Innenleiter dann dem hier eingezeichneten weißen Kabel. Das Abschirmgeflecht dient als Masseleitung und wird direkt auf&#039;s Potigehäuse gelötet. Gerade bei älteren Pickups mit dementsprechend morschen Kabeln darf man jedoch den Lötkolben nicht zu lange auf das Abschirmgeflecht halten, sonst verenden einem Teile der inneren Isolierung, welches wiederum arge Soundverluste zur Folge haben kann. 
 Schaltung für Jazz-Bass 
   
 Der Standard Jazz-Bass kommt ohne Pickupwahlschalter aus, das Mischungsverhältnis beider Pickups wird durch die getrennten Volume-Potis bestimmt. Dazu müssen diese &quot;umgekehrt&quot; angeschlossen werden (siehe vorheriges Kapitel). Der Tonregler wirkt auf beide Pickups. Auch hier wird die Masseverbindung eigentlich schon über die Control-Plate hergestellt und auch hier ist wieder besser, diese Verbindung noch einmal zusätzlich zu löten. 
 Sonstiges 
 Gitarren oder Bässe mit nur einem Tonabnehmer werden generell so verschaltet wie das Volume- und Tonpoti eines Les Paul Pickups, wobei die Kondensatoren für Gitarren meist bei 22nF liegen und die für Bässe bei 47nF. 
 Bei allen hier gezeigten Schaltplänen fehlt noch der Anschluss für die Saitenerdung. 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2019-06-15T00:15:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Spezialschalter - Teil 1</title>
            <id>https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/spezialschalter-teil-1</id>
            <link href="https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/spezialschalter-teil-1"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Spezialschalter - Teil 1
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                  
 Von li. n. re.: Fender 4-Way-Switch, MEGASWITCH (Version E und Version P) 
 
 Fender 4-Way Tele Switch 
 Dieser Schalter (Standardardbestückung bei der Jerry Donahue Tele) erlaubt eine zusätzliche &quot;in Reihe&quot;-Schaltung beider Pickups. Durch die Addition der Ausgangssignale wird der Ton wesentlich lauter und fetter, büßt allerdings im Gegenzug auch an Transparenz ein. Für die Rhythmusarbeit ist diese Soundvariante kaum zu gebrauchen, sie kann aber für&#039;s Solospiel durchaus eine Bereicherung sein. 
 Die Reihenschaltung von zwei Singlecoils macht allerdings nur dann wirklich Sinn, wenn einer der Pickups revers gewickelt und gepolt ist (RWRP), sonst addieren sich nämlich auch die Brummeinstreuungen und das kann ziemlich bitter werden. 
 Außerdem darf das Cover des Halspickups nicht mit einem der Spulenanschlüsse verbunden sein. Notfalls diese Verbindung auftrennen und das Cover mit einem zusätzlichen Draht auf Masse legen. 
  
 Bild 2: Verdrahtungsplan Tele 4-Way-Switch 
 
  Schalterstellung   
 Position 1: Bridge Pickup 
 Position 2: Bridge- und Neckpickup parallel 
 Position 3: Neck Pickup 
 Position 4: Bridge- und Neckpickup in Reihe 
 DER EYB-MEGASWITCH (Version E) 
 5-Way Replacementschalter, der aufgrund seiner höchst trickigen Innenkonstruktion diverse modifizierte Schaltungen ermöglicht. Der schwarze Anschlusspol kennzeichnet die Lötöse der Platinenbefestigungsschraube und ist generell mit Masse zu verbinden. 
  
 Bild 3: Schematische Ansicht vom E- Megaswitch 
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
  Verdrahtung für 3 Singlecoils  
 &amp;nbsp; 
 
 
 
 
 
  Schalterstellung  
 Position 1: Stegpickup 
 Position 2: Mittel- und Stegpickup parallel 
 Position 3: Hals- und Stegpickup parallel 
 Position 4: Hals- und Mittelpickup parallel 
 Position 5: Halspickup 
 
 
  Schalterbelegung  
 Lötöse 1: Mittel-Pickup &quot;heiß&quot; 
 Lötöse 2: Hals-Pickup &quot;heiß&quot; 
 Lötöse 3: zum Eingang des Volume-Potis 
 Lötöse 4 und Lötöse 5 bleiben frei 
 Lötöse 6: verbinden mit 7 
 Lötöse 7: Steg-Pickup &quot;heiß&quot; 
 
 
 
 
 &amp;nbsp; 
  Verdrahtung für Humbucker/Singlecoil/Singlecoil  
   
 &amp;nbsp; 
 
 
 
 
 
  Schalterstellung  
 Position 1: Stegpickup 
 Position 2: Mittelpickup und gesplitteter HB parallel (Spule 1) 
 Position 3: Halspickup und gesplitteter HB parallel (Spule 2) 
 Position 4: Hals- und Mittelpickup parallel 
 Position 5. Halspickup 
 
  Schalterbelegung   Lötöse 1: Mittel-Pickup &quot;heiß&quot;  Lötöse 2: Hals-Pickup &quot;heiß&quot;  Lötöse 3: zum Eingang des Volume-Potis  Lötöse 4: Masse  Lötöse 5: frei  Lötöse 6: Steg-Pickup &quot;Anzapfung&quot;  Lötöse 7: Steg-Pickup &quot;heiß&quot; 
 
 
 
 
 &amp;nbsp; 
  Verdrahtung für Humbucker/Singlecoil/Humbucker  
   
 &amp;nbsp; 
 
 
 
 
 
  Schalterstellung  
 Position 1: Stegpickup 
 Position 2: Mittelpickup und gesplitteter Stegpickup (Spule 1) parallel 
 Position 3: gesplitteter Halspickup (Spule 1) und gesplitteter Stegpickup ( Spule 2) parallel 
 Position 4: gesplitteter Halspickup (Spule 1) und Mittelpickup parallel 
 Position 5: Halspickup 
 
  Schalterbelegung   Lötöse 1: Mittel-Pickup &quot;heiß&quot;  Lötöse 2: Hals-Pickup &quot;heiß&quot;  Lötöse 3: zum Eingang des Volume-Potis  Lötöse 4: Masse  Lötöse 5: Hals-Pickup &quot;Anzapfung&quot;  Lötöse 6: Steg-Pickup &quot;Anzapfung&quot;  Lötöse 7: Steg-Pickup &quot;heiß&quot; 
 
 
 
 
 &amp;nbsp; 
  Verdrahtung für 2 Humbucker  
   
 &amp;nbsp; 
 
 
 
 
  Schalterstellung     Position 1: Stegpickup  Position 2: Stegpickup gesplittet (Spule 1)  Position 3: gesplitteter Halspickup (Spule 1) und gesplitteter Stegpickup (Spule 2) parallel  Position 4: Halspickup gesplittet (Spule 1)  Position 5: Halspickup 
  Schalterbelegung   Lötöse 1: frei  Lötöse 2: Hals-Pickup &quot;heiß&quot;  Lötöse 3: zum Eingang des Volume-Potis  Lötöse 4: Masse  Lötöse 5: Hals-Pickup &quot;Anzapfung&quot;  Lötöse 6: Steg-Pickup &quot;Anzapfung&quot;  Lötöse 7: Steg-Pickup &quot;heiß&quot; 
 
 
 
 
 Wie der elektronisch unbedarfte Mensch mit Erstaunen feststellt, kommt in den Zwischenstellungen entweder die vordere oder die hintere Spule eines Humbuckers zum Einsatz. Der Grund dafür ist folgender: Bei Parallelschaltung einer Nord- und einer Südspule erhält man den sogenannten &quot;Humbuckereffekt&quot;, die Brummeinstreuungen heben sich also gegenseitig auf. Um diesen Vorteil auch in den Zwischenstellungen zu nutzen, wird also jeweils eine Nordspule mit einer Südspule kombiniert. Das setzt leider voraus, dass man sich über die magnetischen Polaritäten der einzelnen Spulen im Klaren sein muss. Gute Dienste leistet hier der  Rockinger Magnet Detective  oder ein Kompaß. Man kann aber auch die Pickups mit der Oberseite gegeneinander halten - gleiche Pole stoßen sich ab, ungleiche Pole ziehen sich an. 
 Desweiteren muss man bei den Humbuckern wissen, welche Kabel zu welcher Spule gehören. Dieses lässt sich mittels Multimeter wie folgt ermitteln: erstmal im Ohmbereich (Einstellung 20k) feststellen welche Kabelpärchen zusammengehören (einzelne Humbuckerspulen haben einen Widerstand von ca 4kOhm bis 8kOhm), dann auf Einstellung 200mV gehen und mit einem eisernen Gegenstand (Schraubenzieher, Inbus...) ZÄRTLICHST auf die Polepieces der Pickupspulen klopfen. Spricht das Multimeter an, weiß man welches Kabelpärchen zu dieser Spule gehört. Dieser Test funktioniert übrigens auch mit einem Verstärker, da hört man das Klopfen dann über den Lautsprecher. 
 Wenn man Pickups unterschiedlicher Hersteller verwendet, kann es trotz korrekter Magnetpolung und richtiger Schalter-Verdrahtung zu &quot;Out of Phase&quot;- Sounds in den Zwischenstellungen kommen. Dann bitte bei dem betreffenden Humbucker wie folgt vorgehen: 
 
 
 
  1.)  A und D vertauschen (der blanke Abschirmdraht bleibt auf Masse)  oder in ganz seltenen Fällen:   2.)  A und B sowie C und D vertauschen. B ist dann &quot;heiß&quot;, A und D die Anzapfung und C kommt auf Masse (Auch hier bleibt der blanke Abschirmdraht auf Masse). 
 
   
 
 
 
 
 Ach ja, wer keinen splitbaren Humbucker zur Verfügung hat, kann das mit dem Megaswitch natürlich sowieso komplett vergessen. Am besten eignen sich Humbucker mit 4adrigem Anschlusskabel und zusätzlichem blanken Abschirmdraht/geflecht. Auch sollte man sich bei den Pickups grundsätzlich erstmal nach den Anschlussplänen der Hersteller richten, also welcher Draht &quot;heiß&quot; ist, welcher auf Masse kommt usw. 
 Alles in allem ist beim Einbau eines Megaswitches wohl eher der technisch versierte Bastler gefragt, wer hier also nur Bahnhof versteht, sollte besser einen Fachmann zur Rate ziehen. 
 Für alle, die nach weiterer Information dürsten und sich womöglich an eigene Schaltungskreationen wagen wollen, sind die recht komplexen Schaltfunktionen eines Megaswitches (Version E) hier nochmal in Form einer Matrix zusammengefasst. 
  
 Bild 8: Das elektrische Innenleben vom MEGASWITCH (Version E) 
 
 MEGASWITCH (Version P) 
 Dieser Megaswitch holt aus zwei Humbuckern die 5 Pickupkombinationen heraus, die auf einer PRS Custom zu finden sind. 
   
 &amp;nbsp; 
 
 
 
 
  Schalterstellung  
 Position 1: Steg Humbucker 
 Position 2: Äußere Spulen der Humbucker parallel 
 Position 3: innere Spulen der Humbucker in Serie 
 Position 4: innere Spulen der Humbucker parallel 
 Position 5: Hals Humbucker 
 
  Anschlußplan   Lötöse 1: Hals Humbucker &quot;Anzapfung&quot;  Lötöse 2: Zum Eingang des Volume-Potis  Lötöse 3: Steg Humbucker &quot;Anzapfung&quot;  Lötöse 4: Steg Humbucker &quot;Masse&quot; (ohne den blanken Abschirmdraht)  Lötöse 5: Masse  Lötöse 6: Hals Humbucker &quot;heiß&quot;  Lötöse 7: Steg Humbucker &quot;heiß&quot; 
 
 
 
 &amp;nbsp;Auch hier gilt es, in den Zwischenstellungen jeweils eine Nord- mit einer Südspule zu kombinieren. Im Zweifel vorgehen wie oben beschrieben. 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2019-06-14T00:15:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Spezialschalter - Teil 2</title>
            <id>https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/spezialschalter-teil-2</id>
            <link href="https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/spezialschalter-teil-2"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Spezialschalter - Teil 2
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Der 5-Way-Super-Switch 
  
  Bild 1:  Fender 5-Way-Super-Switch 
 
 Einige Hersteller bezeichnen diese Schalter auch als &quot; Double Wafer 5-Way-Switch &quot; oder &quot;Double Throw&quot;, ihnen allen liegt jedoch dasselbe Konstruktionsprinzip zugrunde: es handelt sich ausnahmlos um 5-Weg-Schalter mit doppelter Anschlussplatine, also so eine Art Full-Stack-Switch. Jede dieser Platinen beherbergt zwei voneinander getrennte Schalterebenen, sodass wir insgesamt 4 Ebenen zur Verfügung haben. Diese Erweiterung ermöglicht uns eine ungeahnte Menge von zusätzlichen Schaltoptionen, die mit dem klassischen 5-Way-Switch nicht zu realisieren wäre. Es gibt übrigens auch einen  Megaswitch M . Der hat den Vorteil, dass er mit nur einer Platine auskommt und dementsprechend weniger Platz benötigt. Das &quot;elektrische&quot; Innenleben ist jedoch identisch. 
 Ich finde es macht wenig Sinn, sich hier irgendwelche mehr oder weniger nutzlosen Schaltungen aus den Fingern zu saugen um irgendwen zum Kauf dieses Schalter-Ungetüms zu bewegen. Vielmehr sollte man von einer vorgegebenen Schaltungsproblematik ausgehen und dann die Verdrahtung Schritt für Schritt vornehmen. Also genau so, wie es der praktische Fall gemeinhin erfordert. 
 Werfen wir zunächst einen Blick auf das Innere dieses Schalters. 
  
  Bild 2:  Innenleben Super Switch 
 
 Diese Skizze stellt den elektrischen Aufbau des Schalters dar: 4 Ebenen (bezeichnet mit den Buchstaben A - D), jede mit einem Ausgangspol (0) und 5 Eingangspolen (durchnummeriert von 1 - 5). Das mit den Ein- und Ausgangspolen sollte man allerdings nicht allzu wörtlich nehmen, es handelt sich hier schließlich um einen schlichten Schalter und dem ist es im Endeffekt völlig schnuppe wierum er angeschlossen wird. 
 Die gestrichelte Linie will uns übrigens lediglich sagen, dass alle Ebenen gleichzeitig schalten (zwecks besserer Übersicht habe ich sie in den nachfolgenden Schaltplänen einfach weggelassen). 
 Überträgt man diesen Plan auf die Anschlüsse des Schalters, ergibt sich ungefähr folgendes Bild: 
  
  Bild 3:  Anschlusspole Super Switch (Ansicht v.u.) 
 
 Wer seine eigenen Schaltungen entwickeln will, sollte sich diese beiden Skizzen ruhig mehrfach kopieren. In die Obere kann man dann prima die Verbindungen einzeichnen und mittels Buchstabenkennung und Nummerierung als Anschlussplan in die untere Skizze übertragen. 
 Der praktische Fall 
 Wir haben eine Gitarre mit 3 Singlecoils und möchten diese wie folgt verschalten: 
 Position 1: Neck Pickup 
 Position 2: Neck- und Middle PU parallel 
 Position 3: Middle- und Bridge PU parallel 
 Position 4: Bridge Pickup 
 Position 5: Middle- und Bridge PU in Reihe 
 Diese Schaltung lässt sich mit einem normalen 5-Way-Switch nicht realisieren, da muss der Super-Switch ran. 
 Position 1: Neck Pickup 
   
 Ooch, das ist ja einfach! Ich wähle A0 als Ausgang und packe den &quot;heißen&quot; Draht des Pickups auf A1. Das schwarze Pickupkabel wird fest mit Masse verbunden. Bingo! Der Neck-Pickup erklingt in voller Kraft! 
 Position 2: Neck- und Middle PU parallel 
   
 Zunächst noch kinderleicht: Damit der Neck PU auch in dieser Schalterstellung läuft, wird A1 mit A2 verbunden. Dem &quot;heißen&quot; Anschluss des Middle PUs spendiere ich erstmal eine neue Schalterebene, rauf auf B2 mit dem Kabel. Außerdem verbinde ich A0 und B0, sonst gibt´s schließlich keine Verbindung zum Ausgang. Und jetzt kommt&#039;s: Da der Middle PU später mit dem Bridge PU in Reihe geschaltet werden soll, darf ich ihn nicht fest mit Masse verbinden, nein, ich muss die Masse schaltbar machen. Also noch eine Schalterebene her, schwarzes PU-Kabel auf C0 und dann für diese Schalterposition konkret krass über C2 zur Masse leiten. Noch mal kurz checken........Läuft! 
 Position 3: Middle- und Bridge PU parallel 
   
 Der Halstonabnehmer hat ausgedient, Ebene A hat sich damit erledigt. Der Middle PU soll ertönen, also muss B2 mit B3 verbunden werden. Ohne Masseverbindung kein Sound, deshalb bitte auch C2 mit C3 brücken. Nun kommt der Bridge PU ins Spiel: &quot;heißes&quot; Kabel auf D0 und D3 mit dem Ausgang (A0/B0) verbinden. Das schwarze Kabel des Bridge PUs kann fest mit Masse verbunden werden. Kapiert? Hoffentlich! Notfalls bitte nochmal lesen. 
 Position 4: Bridge PU 
   
 Hier interessiert uns der Middle PU kurzzeitig mal nicht die Bohne, Ebene B und C können also bleiben wie sie sind. Damit der Bridge PU in dieser Stellung läuft, muss allerdings D3 mit D4 verbunden werden. Das war&#039;s. 
 Position 5: Middle PU und Bridge PU in Reihe 
   
 Wir kommen zum ultimativen Höhepunkt, quasi dem Eldorado eines jeden Technikers, ja, DIE VOLLENDUNG!!!! Mittels Drahtbrücke von B3 zu B5 wird der &quot;heiße&quot; Draht des Middle PUs auf den Ausgang gelegt. Der schwarze Anschluss des Bridge PUs liegt bereits fest auf Masse. Wer alle vorherigen Elektrik-Kapitel aufmerksam studiert hat, wird bemerken, dass wir nur noch das schwarze Kabel des Middle PUs mit dem &quot;heißen&quot; Anschluss des Bridge PUs verbinden müssen und schon haben wir beide Pickups in Reihe geschaltet. Und dafür reicht eine simple Drahtbrücke von D5 zu C5. Irre! 
 Der Schaltplan 
 Damit wir einen idiotensicheren Lötplan vor Augen haben, sollte man sich die Verbindungen der letzten Skizze in den Schalter-Anschlussplan übertragen. Es ergibt sich folgendes Bildchen: 
   
  Kleiner Tipp:  Die Schalterebenen haben untereinander keinerlei elektrischen Kontakt, es ist also letztendlich unerheblich, welche man als A, B, usw. betrachtet. Wenn es beispielsweise rein lötmäßig praktischer wäre, die B-Ebene nach rechts oben zu legen, darf man das ruhig tun. 
  Noch&#039;n Tipp:  Nicht selten unterlaufen selbst ausgefuchsten Hasen bei solchen Schaltungen Fehler. Bevor man also die Gitarre wieder komplett zusammenbaut, sollte man besser einen kleinen Vorabcheck am Verstärker durchführen (mit dem Schraubenzieher o.ä. zart auf die Polepieces klopfen und prüfen ob die gewünschten PU-Kombinationen auch wirklich &quot;da&quot; sind). 
 Ach ja: Naturgemäß gibt es bei komplexeren Schaltungen mehrere Wege die zum gleichen Ergebnis führen, also nicht erschrecken wenn die eigene Lösung ganz anders aussieht aber trotzdem funktioniert. 
 So, das war jetzt mal so eine Art Kochrezept für die Entwicklung einer Schaltung. Vermutlich ist es mir nicht gelungen alles hundertprozentig laiengerecht zu formulieren, aber da müsst Ihr jetzt durch, schließlich ist sowas schon leicht gehobene E-Gitarren-Schaltungstechnik. Die hier dargestellte Vorgehensweise bietet sich übrigens auch bei der Verwendung von Drehschaltern mit mehreren Ebenen an. 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2019-06-13T00:15:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">SetUp und Tuning</title>
            <id>https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/setup-und-tuning</id>
            <link href="https://www.rockinger.com/fr/das-rockinger-manual/setup-und-tuning"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            SetUp und Tuning
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Grundsätzliches 
 In diesem Kapitel geht es nun darum, unser Schmuckstück mittels diverser Feineinstellungen für den täglichen Gebrauch zu optimieren. Dazu gehören: 
 1. Die Halskrümmung 
 2. Die Saitenlage 
 3. Die Oktav/Bundreinheit 
 4. Die Tremolojustage 
 5. Die Pickuphöhe 
 Da es sich bei einigen dieser Punkte um höchst individuelle Dinge handelt, ist es kaum möglich, hier allgemeingültige Grundsätze zu entwickeln. Andererseits neigt der Mensch natürlich auch dazu, sich an Mißstände zu gewöhnen, weshalb ich in den folgenden Absätzen nicht nur meine persönliche Sicht der Dinge darlegen werde, sondern gleichzeitig auch ein paar Faustregeln vorstellen möchte, mit denen man auf jeden Fall nicht völlig danebenliegt. Das Ziel sollte aber für jeden sein, sich soweit mit seinem Instrument auseinanderzusetzen, dass man sein persönliches Optimum an Bespielbarkeit und Handling überhaupt erstmal erkennt und dann natürlich auch erreicht. 
 Für sämtliche Einstellarbeiten ist es unerlässlich, dass die Saiten vernünftig aufgezogen sind. Lasst mich diese günstige Gelegenheit daher gleich am Schopfe packen um zu diesem Thema ein paar Worte zu verlieren, denn schlecht aufgezogene Saiten sind nicht nur in punkto Stimmstabilität ein wahrer Graus. 
 Das Aufziehen der Saiten 
 Folgende drei Arten von Mechaniken sind gebräuchlich: 
  1. Mechaniken mit gesplittetem Schaft (split shaft)  
   
 Bei diesen Mechaniken befindet sich in der Schaftmitte ein Loch, in das man das Saitenende steckt. Da Saiten generell länger als nötig sind, knipst man die Saite ca. 5cm hinter der jeweiligen Stimmechanik ab, steckt das Ende ins Loch, knickt die Saite seitlich in den Schlitz um und fängt dann an zu kurbeln. Die Saite dabei bitte immer so führen, dass sie sich nicht kreuz und quer um den Schaft wickelt, sondern schön sauber Wicklung an Wicklung. Die Saiten müssen so aufgezogen werden, dass sie sich nach unten aufwickeln. So erhält man mehr Druck auf den Sattel und läuft nicht Gefahr, dass einem die Saiten bei heftigem Anschlag womöglich aus dem Sattel flutschen. 
 Im gestimmten Zustand sollten sich ca. 2-3 Windungen auf dem Schaft befinden 
 
  
 5 cm: Schnipp 
 
  
 Saite reinstecken 
 
  
 Seitlich rumknicken 
 
  
 ...und kurbeln. Dabei die Saite immer schön auf Spannung halten. 
 
  
 Und so soll&#039;s nachher aussehen 
 
 
  Kleiner Tipp:  Bei Strat- und Telemäßigen Kopfplatten beträgt der Abstand zwischen zwei benachbarten Mechanikenschäften ziemlich genau 2,5cm, d.h., bis zum übernächsten Mechanikenschaft sind es nach Adam Riese 5cm. Die tiefe E-Saite wird demnach kurz hinter der D-Mechanik gekappt, die A-Saite kurz hinter der G-Mechanik usw. Die beiden hohen Saiten dürfen auch gerne einen Zentimeter länger sein, da sie sonst aufgrund ihrer geringen Steifigkeit und der erhöhten Gleitfähigkeit (sind ja blank, die Dinger) durchaus schon mal aus dem Loch flutschen können. 
  2. Mechaniken mit Querbohrung  
 Hier bitte die Saite durch die Querbohrung stecken, straffen und dann ca. 5cm zurückkommen lassen. Die erste Wicklung legen wir per Hand oberhalb des durchgeführten Saitenendes um den Schaft (das &quot;oberhalb&quot; muss nicht sein, ist aber vom Handling her besser) und knicken das überschüssige Saitenende nach oben um, damit&#039;s einem nicht wieder herausflutscht. Danach wird gekurbelt. Dabei bitte die Saite so führen, dass sich die nächsten Windungen unterhalb des durchgeführten Saitenendes befinden. Nachdem die Saite auf Zug ist, kann das Ende abgeknipst werden. 
  
 Das sieht dann so aus 
 
  3. Mechaniken mit Locksystem  
 Hier wird&#039;s einem denkbar einfach gemacht: Saite durch die Querbohrung stecken, straffen, mittels Locksystem arretieren, Ende abknipsen, Stimmen und fertig. 
 Bei Mechaniken unter 1 und 2 muss man sich so eine kleine Technik entwickeln, damit die rechte Hand die Saite unter ein wenig Zug führen kann, während man mit der Linken kurbelt. Das kann nervig werden, wenn einem die Gitarre ständig hin-und herrutscht. Wer keine vernünftige Arbeitsfläche zu Verfügung hat, sollte die Gitarre dazu auf den Schoß legen und mit dem Ellbogen der Saitenführungshand festsetzen. 
 Neue Stahlsaiten haben die Eigenart, dass sie erstmal ein wenig gedehnt werden müssen bevor sie die Stimmung halten. Jetzt kann man natürlich solange spielen und nachstimmen, bis sich die Saiten ausreichend gedehnt haben, sinnvoller ist es jedoch, diesen Dehnvorgang gleich beim Saitenaufziehen zu beschleunigen. Ich bevorzuge dazu eine äußerst effektive Methode, die es einem sogar erlaubt, Saiten notfalls 10 Minuten vorm Gig neu aufzuziehen ohne dass man stimmungsmäßig totale Katastrophen erlebt. 
   
 Der Daumen drückt die Saite vorne nach unten, während Zeige- Mittel- und Ringfinger die Saite hinten 2-3 mal kurz aber beherzt hochziehen. Wenn man diese Technik im Abstand von ca. 10 cm über die gesamte Saitenlänge anwendet, hat man innerhalb kürzester Zeit gut ausgedehnte Saiten und kann ruckzuck losklampfen. 
 Einstellen der Halskrümmung 
   
 1. Der Hals ist stark konkav gekrümmt (Up-Bow). Dadurch erhält man eine zu hohe Saitenlage. 
 2. Der Hals ist konvex gekrümmt (Back-Bow). Die Saiten liegen fast immer auf und es schnarrt ständig. 
 3. Der Hals ist schnurgerade. Bei vernünftiger Saitenlage neigen die Saiten zum Schnarren, da sie keinen ausreichenden Raum zum Ausschwingen haben. Der optimal eingestellte Hals muss ganz leicht konkav gekrümmt sein. 
 Die Saiten erstmal grob stimmen. So hat man die Gewähr, dass jetzt schon mal der übliche Saitenzug auf dem Hals lastet. Das sind bei der Gitarre ca. 70 Kilo, beim Bass ist es noch mehr. Und gerade beim Basshals wird man - wenn man die E-Saite auf dem ersten und dem letzten Bund gleichzeitig herunterdrückt - sehen, dass die Saite im Bereich des 7-ten bis 8-ten Bundes am meisten Abstand zu den Bünden hat. Dieser Abstand sollte nicht allzu groß sein, dennoch brauchen die Saiten auch Raum zum Ausschwingen. Diesen Abstand können wir mit dem Halsverstellstab (Trussrod) regulieren (siehe auch Kapitel &quot; Der Hals von innen und außen &quot;). 
 Zum Checken der Halskrümmung drückt man die tiefe E-Saite auf dem ersten und 15. Bund gleichzeitig herunter. Bei Gitarrenhälsen sollte der Abstand der Saite zum 7ten Bund (Oberfläche des 7ten Bundstäbchens) ca. 0,5mm betragen, bei Basshälsen ca. 1,5mm. Ansonsten hat man die Möglichkeit, die Krümmung des Halses mit dem Trussrod einzustellen. Wird die Trussrodmutter nach rechts gedreht, spannt sich der Hals nach hinten (konvex). Wird die Mutter links gedreht, entspannt sich der Hals, d.h., der Saitenzug zieht den Hals nach vorne (konkav). Wichtig ist, dass die Mutter nur in Viertelumdrehungsschritten gedreht wird, also nach jeder Vierteldrehung mal schauen, ob&#039;s nicht schon reicht. 
 Manchmal ist das Einstellen des Trussrods mit ein wenig Akt verbunden, da sich bei traditionell gefertigten Fender-style-Hälsen die Mutter am Halsende befindet und oft nur im abgebauten Zustand zugänglich ist. Ein kleiner Tipp: Wenn der Hals im unbesaiteten Zustand schnurgerade ist, dürfte man schon ziemlich richtig liegen. 
 Bei nagelneuen Hälsen kann es sein, dass sich diese im Laufe der Zeit aufgrund des Saitenzuges noch ein wenig konkav krümmen. Man sollte die Trussrodeinstellung deshalb im Abstand von ungefähr 2-3 Wochen überprüfen und notfalls korrigieren. 
 Darüber, wie gerade ein Hals sein sollte, streiten sich übrigens die Geister. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass eine solche Einstellung nicht nur von der Saitenstärke abhängt, sondern auch von der jeweiligen Gitarre (die Mensur, also die Länge der schwingenden Saite, fließt hier ebenfalls ein). Bei Gitarren, die beispielsweise etwas strammer im Anschlag sind, die Saiten also nicht so stark ausschwingen lassen, kann man den Hals natürlich sehr gerade einstellen, ohne dass man Stress mit irgendwelchem Gezirpe kriegt. Ich empfehle daher jedem, in dieser Hinsicht ganz unvoreingenommen an die Sache heranzugehen. Schließlich gibt es auch Leute, die es ganz toll finden, wenn die Saiten beim Anreißen auf die Bünde schlagen. 
 Saitenlage 
 Bei einigen Stegen können die einzelnen Brückchen in der Höhe mit zwei kleinen Inbusschrauben verstellt werden (z.B. bei Vintage Tremolos für Strat oder Schaller 3D6). Manchmal werden diese Brückchen auch mit einer Press-Schraube von oben arretiert und können erst nach dem Lösen derselbigen verstellt werden (z.B. Wilkinson). Bei Gibson-mäßigen Stegen ist die Höhe für jede einzelne Saite meist nicht einstellbar, hier wird der gesamte Steg mit nur zwei Schrauben in der Höhe verstellt. Das Höhenverhältnis der Saiten zueinander ist durch die Wölbung des Steges vorgegeben. 
 Beim Bass sollten eigentlich alle Saiten denselben Abstand zu den Bünden haben, die Einstellung der Brückchen kann also der Wölbung des Griffbretts entsprechen. Die tiefe E-Saite neigt eher zum Schnarren und kann womöglich etwas höher eingestellt werden. 
 Bei der Gitarre liegt das etwas anders: Damit hohe E- und die H-Saite nicht beim &quot;Ziehen&quot; aufsetzen (schließlich ist das Griffbrett gewölbt), sollten sie ruhig etwas höher liegen. Die tiefe E- und die A- Saite können aufgrund der stärkeren Ausschwingung ebenfalls ein bisschen mehr Luft vertragen. D- und G- Saite dagegen können recht flach eingestellt werden. Im Endzustand ergibt sich also über die Saiten betrachtet eine etwas flachere Wölbung als die des Griffbretts. Folgende Faustregel kann hier hilfreich sein: Bei einem Griffbrettradius von 7,25&quot; sollte der &quot;Saitenradius&quot; in etwa 9,5&quot; betragen. Ab einem Griffbrettradius von 9,5&quot; gleicht sich der &quot;Saitenradius&quot; dem des Griffbretts an. 
 Stellt man entsetzt fest, dass die Brückchen am Steg schon so gut wie unten sind und die Saitenlage nach erstem Augenschein schon viel zu hoch ist, so kann man sich zumindest bei geschraubten Hälsen mit einem sogenannten &quot;SHIM&quot; behelfen. Hierbei handelt es sich um einen kleinen Streifen (Ahorn-)Furnier, der am hinteren Ende der Halsausfräsung zwischen Hals und Body gelegt wird und so einen kleinen Halswinkel bewirkt. Danach liegen die Saiten wesentlich flacher. 
   
 Übrigens keine Angst vor Sustainverlust - es wird soviel erzählt! 
 Tremolojustage 
 Oh Gott, hierzu kann man ganze Romane schreiben, weshalb wir uns diesem Thema nochmal in einem späteren Kapitel widmen werden. Zunächst nur soviel: Die Federspannung wird mit den beiden Federblechschrauben eingestellt. Je nach Anzahl der Federn (3 sollte man mindestens einsetzen) tremoliert es sich dann schwerer oder leichter. 
 Oktavreinheit 
 Eine Gitarre oder ein Bass sind oktavrein eingestellt, wenn der am 12-ten Bund gegriffene Ton gleich dem am 12ten Bund angerissenen Flageaulett-Ton ist. Diesen Ton bekommt man, indem man den Zeigefinger der linken Hand sanft auf die Saite genau über dem zwölften Bund legt (die Saite nur schwach berühren), die Saite sanft anschlägt und IM ANSCHLAGEN den Finger weg nimmt. Es gibt noch mehr solcher Töne, prinzipiell sind sie fast überall, besonders aber über dem 5-ten, 7-ten, 17-ten, 19-ten und 24-ten Bund. Uns kommt es jetzt aber auf den 12-ten Bund an! Ist der gegriffene Ton höher als der Flageaulett-Ton, so muss das Brückchen weiter zurückgestellt werden. Ist der gegriffene Ton tiefer, muss das Brückchen weiter vor (in Richtung Sattel) gestellt werden. Bei der Einstellung der Oktavreinheit kann man sich auch mit einem Stimmgerät helfen, es sollte aber schon ein einigermaßen vernünftiges Teil sein. Die aus der Billigabteilung sind für solch diffizile Arbeiten absolut nicht zu gebrauchen. Viel besser ist es natürlich, das eigene Ohr soweit zu schulen, dass man dieses Tuning nach Gehör durchführen kann. 
 Nach erfolgter Oktavreinheitseinstellung wird man feststellen, dass die Saitenreiterchen nach einem bestimmten Muster auf der Brücke verteilt sind. Das hängt damit zusammen, weil das Schwingungsverhalten einer Saite in starkem Maße von ihrem Kerndurchmesser abhängig ist. Je dicker der Kern, desto höher die &quot;Steifigkeit&quot;. In der Praxis macht sich das so bemerkbar, dass Saiten mit dickeren Kernen erst kurz hinter dem eigentlichen Auflagepunkt anfangen zu schwingen. Und so ergibt es sich, dass die Reiterchen für die G- und die tiefe E-Saite am weitesten nach hinten gestellt werden müssen, schließlich sind das die Saiten mit dem größten Kerndurchmesser. Letztendlich ergibt sich nach der Oktavreinheitseinstellung meist ein ähnliches Bild wie dieses: 
   
 PS: Wenn man anstatt einer blanken G-Saite eine mit Umspannung nimmt, muss das Reiterchen natürlich viel weiter nach vorne gestellt werden, da der Kerndurchmesser einer umsponnen G-Saite wesentlich kleiner ist. 
 Bundreinheit 
 Die Gitarrenmensur, insbesondere der Abstand der Bünde zueinander, ist eine rechnerisch ermittelte Abstandsfolge. Musik ist ja auch Mathematik - sagen zumindest die alten Meister! Als Indiz für uns mag dafür stehen, dass z.B. die Oktave genau die Mitte der schwingenden Saite ist. Greift man auf der E-Saite im 5-ten Bund das A, so hat man an diesem Punkt genau 1/4 der Saitenlänge. Leider ist es nun so, dass unser Tonalitätsgefühl diese Mathematik nicht ganz mitmacht. Es gibt - auch bei ordentlich gestimmter Gitarre - immer Akkorde, die angenehmer, sauberer klingen, und welche, die nicht so angenehm sind, irgendwie eine kleine Qual für das geschulte Ohr. Vom Klavierstimmer kennt man auch das Problem, dass das Klavier - wenn es nicht von Meisterhand gestimmt worden ist - in bestimmten Tonarten sauber und in anderen unsauber klingt. Ja, und auch bei Gitarre und Bass müssen wir nun versuchen, die tonalen Ungereimtheiten mittels Feineinstellung der Saitenreiterchen in erträglichen Grenzen zu halten. 
 Haben wir das Instrument erstmal oktavrein eingestellt, so ist das ein guter Ausgangspunkt für eine weitere Optimierung. Von jetzt an führen mehrere Wege zum Ziel, ich persönlich bevorzuge folgenden: 
 Zunächst werden die Leersaiten der Gitarre gestimmt. Dazu darf man nochmal das Stimmgerät benutzen, welches dann aber tunlichst beiseite gelegt wird. Für die Feineinstellung vertrauen wir bitte nur unserem Ohr! Jetzt auf der A-Saite den Flageaulett-Ton im 12-ten Bund anreißen und auf der G-Saite das A im 2-ten Bund dazu anschlagen (wenn dieser Ton nicht stimmt, G-Saite nachstimmen). Danach wieder Flageaulett-Ton der A-Saite und dazu das gegriffene A der G-Saite im 14-ten Bund. Ist dieser Ton zu hoch (ich meine natürlich höher als die Oktave), muss das Brückchen der G-Saite ein wenig nach hinten geschraubt werden. Ist dieser Ton zu tief, wird das Brückchen nach vorn geschraubt. Hier können schon minimale Veränderungen etwas bringen. Nach jeder Veränderung des Brückchens muss die dazugehörige Saite erneut gestimmt werden. Diesen Vorgang solange wiederholen, bis die beiden gegriffenen Töne 100%ig mit dem Flageaulett der Leersaite übereinstimmen. 
 Für die Einstellung der H-Saite schlägt man den Flageaulett-Ton der D-Saite im 12-ten Bund an und dazu das D auf der H-Saite im 3-ten bzw. 15-ten Bund, für die hohe E-Saite ist es der Flageaulett-Ton der G-Saite und das gegriffene G auf der E-Saite (3-ter und 15-ter Bund). Für die D-Saite ist es der Flageautt-Ton der tiefen E-Saite und das gegriffene E der D-Saite (2-ter und 14-ter Bund). 
 Für die tiefe E-Saite und die A-Saite wird&#039;s ein bisschen komplizierter, da man keine tieferen Flageauletts mehr hat. Also: auf der tiefen E-Saite das G im 3ten Bund greifen und mit der leeren G-Saite vergleichen, bei Bedarf E-Saite nachstimmen. Dann auf der E-Saite das G im 15-ten Bund greifen und mit der leeren G-Saite vergleichen. Danach das Brückchen der tiefen E-Saite einstellen. Für die A-Saite wird das gegriffene H (2-ter und 14-ter Bund) mit der leeren H-Saite verglichen. 
 Anschließend spielt man zur Endkontrolle noch ein paar Akkorde, die nur aus Grundton, Quinte und Oktave bestehen, wie z.B.: 
 
  
 Leere G-Saite, gegriffene H- und E-Saite im 3-ten Bund 
 
  
 Leere G-Saite, gegriffene H- und E-Saite im 15-ten Bund (alternativ auch mit gegriffener G-Saite im 12-ten Bund) 
 
  
 Leere D-Saite, gegriffene G-Saite im 2-ten Bund, gegriffene H-Saite im 3-ten Bund 
 
  
 Leere D-Saite, gegriffene G-Saite im 14-ten Bund, gegriffene H-Saite im 15-ten Bund (alternativ auch mit gegriffener D-Saite im 12-ten Bund) 
 
 
 Nachdem man sich ein paar solcher Dreiklänge zurecht gelegt hat (natürlich auch welche, mit denen sich die tiefen Saiten überprüfen lassen), wiederholt sich der ganze Nerv unter Umständen von vorne. Besonders in den höheren Lagen hört man eventuelle Unstimmigkeiten innerhalb des Dreiklangs ziemlich gut heraus. Also wieder der gleiche Akt: ist der Ton oben zu hoch - Brückchen minimal zurück, nachstimmen und nochmal checken. 
 Nach Abschluss dieser Prozedur ist die Gitarre so eingestellt, dass einen zumindest bis zum 14-ten Bund keine Überraschung mehr erwartet. Meiner Erfahrung nach reicht das völlig aus, da hinter dem 14-ten Bund eh fast nur noch Einzeltöne gespielt werden und da verzieht man sowieso meist ein bisschen. 
 Die Einstellung der Bundreinheit ist mitunter eine recht langwierige Geschichte, aber es lohnt sich! Zumal man das ja nicht täglich machen muss. Sollten sich allerdings die Rahmenbedingungen ändern (andere Saitenstärke/marke, Einstellung der Halskrümmung), kommt diese Tortur wieder auf einen zu, alles muss neu eingestellt werden. Bei alledem bitte darauf achten, dass man die Saiten sauber herunter drückt, also seitlich nicht verzieht. Ach ja, und man führt diese Einstellung natürlich nur mit neuen Saiten durch. 
 Auch bei gut eingestellter Gitarre wird man feststellen, dass insbesondere bei Dur-Akkorden die gegriffene Terz etwas zu hoch ist. Das ist leider ein grundsätzliches Problem bei Saiteninstrumenten (hängt mit der oben beschriebenen Mathematik zusammen). Das kann man eigentlich nur umgehen, indem man entweder seine Spielweise darauf einstellt oder aber die Gitarre auf die gewünschte Tonart stimmt (kann im Studio recht nützlich sein). 
 Sonderfall Tele und Les Paul Junior 
 Bei der klassischen Tele-Vintage-Bridge hat man für jeweils 2 Saiten nur einen Reiter zur Verfügung. Hier muss man entweder Kompromisse eingehen oder man baut sich unsere &quot; Harmony-Saddles &quot; drauf. 
 Noch schlimmer ist es beim alten Einteiler einer Les Paul Junior. Der lässt sich mit lediglich 2 Längs-Schrauben nur sehr grob einstellen, weshalb Akkorde ab dem 7-ten Bund schon mal leicht schräg klingen können. Wer das nicht ertragen mag, kann über die Anschaffung einer einstellbaren Einteiler-Bridge nachdenken. Sehr gut ist auch unsere kompensierte  Harmony-Bridge . 
 Was ist wenn sich die Gitarre absolut nicht einstellen lässt? 
 1. Der Sattel ist nicht korrekt gekerbt. Einzelne Saitenauflagepunkte sind nicht am Sattelende, sondern irgendwo in der Mitte (s.Kapitel &quot; Der Sattel &quot;). 
 2. Die Bünde haben unterschiedlich breite Auflageflächen, d.h., einmal neu abrunden bitte. 
 3. Die Saiten sind Mist. Am besten  Rockinger Saiten  nehmen :-) 
 4. Bereits ab Werk sind entweder einzelne Bünde oder die Bridge falsch positioniert (ist beides äußerst selten, habe ich aber schon erlebt). 
 Kompensierte Sättel 
 Wer die Sache mit der Bundreinheit auf die Spitze treiben will, kann den Einbau eines kompensierten Sattels (z.B.  Earvana ) in Betracht ziehen. Hierbei sind, ähnlich einer eingestellten Bridge, die Saitenauflagepunkte etwas zueinander versetzt. Insbesondere die klassischen Wandergitarren-Dur-Akkorde können damit durchaus an harmonischem Glanz gewinnen. Ein über alle Lagen hundertprozentiges Ergebnis wird man allerdings auch hiermit nicht erreicht. 
 Pickup-Höhe 
 Grundsätzlich: Je näher der Pickup zum Steg sitzt, desto höher kann man ihn stellen. Je weiter er vom Steg weg ist, um so verwaschener wird der Sound, wenn der Pickup zu nah an den Saiten ist. Bei Pickups mit Polschrauben oder bei aktiven Pickups bleibt es aber in gewissem Rahmen Geschmackssache, also am besten ausprobieren und hören. Humbucker am Steg klingen am fetzigsten, wenn sie ganz nah an den Saiten sind. Bei Pickups mit Einzelmagneten (Vintage Strat-, Tele-, P-Bass- und Jazzbasspickups) gilt Grundsätzlicheres: Deren Einzelmagneten haben bisweilen soviel Anziehungskraft, dass sie die Saiten beim Ausschwingen stören (&quot;Stratitis&quot;). Das kann man gut hören, wenn man die tiefste Saite ca. im 15-ten Bund greift und der angeschlagene Ton unsauber und unklar klingt, man kann es aber auch rein optisch am schwabbeligen Schwingverhalten der Saite erkennen. In diesem Fall ist es unerlässlich, den dafür verantwortlichen Pickup etwas weiter nach unten zu drehen. 
 Hier ein paar Maßangaben, die als Grundlage für eine weitere Optimierung herangezogen werden können 
 
 
  1. Saitenabstand zu den Magneten für eine Strat mit konventionellen Pickups (gilt gleichermaßen für Tele)  
 
 
 
 
 
 
 &amp;nbsp; 
 Hohe E-Saite 
 Tiefe E-Saite 
 
 
 Stegpickup 
 1,5mm 
 3 mm 
 
 
 Mittelpickup 
 3,5 mm 
 5 mm 
 
 
 Halspickup 
 5,5 mm 
 7,5 mm 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  2. Saitenabstand zu den Magneten für Bässe mit konventionellen Pickups  
 
 
 
 
 
 
 &amp;nbsp; 
 G-Saite 
 E-Saite 
 
 
 Jazzbass Steg-PU 
 4,5 mm 
 5 mm 
 
 
 Jazzbass Hals-PU 
 7,5 mm 
 8 mm 
 
 
 P-Bass 
 7,5 mm 
 8 mm 
 
 
 
 
 
 
 
 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2019-06-12T00:15:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
</feed>
